Der nächste Meilenstein ist erreicht

admin | 22. November 2020

Screenshot der Teilnehmer*innen der Gründungsveranstaltung

Auf dem ersten Blick ist ein Verein eine coole Sache. Gemeinsam mit vielen anderen Engagierten stellt man spannende Projekte auf die Beine, um so im Idealfall einen Mehrwert für die Gesellschaft zu leisten. Bevor es dazu jedoch kommt, steht eine Menge Bürokratie an. Denn einen Verein gründet man nicht eben mal so per Mausklick auf einer Webseite. Stattdessen Bedarf es einiges an Vorbereitungen und Mindestanforderungen, die erfüllt werden müssen, bevor man offiziell den Zusatz e.V. tragen darf.

Im Wesentlichen sind folgende Dinge entscheidend für eine Vereinsgründung:

  1. Die Satzung
  2. Das Finden von sieben Gründungsmitgliedern
  3. Das Veranstalten einer Gründungsversammlung

In der Theorie klingt dies gar nicht mal so schwer. Doch in der Praxis war es gerade für uns eine Herausforderung. Zwar sind all unsere Mitglieder im Sport Zuhause und auch aktive Vereinsmitglieder, doch einen Verein selbst gegründet hat noch niemand. So stand zu Beginn erst einmal eine Menge Recherchearbeit an: Wie gründet man? Was sind Voraussetzungen? Was sind die Kosten? Danach standen zahlreiche Stunden an Diskussionen an, denn in der Satzung werden einige Grundsatzentscheidungen getroffen: Was ist das Ziel des Vereins? Wie groß soll der Vorstand sein? Wer darf Mitglied werden? Keine Entscheidungen, die einfach so getroffen werden.

Darauf basierend wurde zudem eine Beitragsordnung erarbeitet. Hier war die größte Herausforderung, die Beiträge so zu wählen, dass der Verein ein gewisses Budget für die Umsetzung seiner Projekte hat, gleichzeitig aber auch die finanziellen Möglichkeiten seiner Mitglieder im Blick hat. Daher wurde verschiedene Beitragsklassen erarbeitet, die den Mitgliedern und ihren Lebensumständen entgegenkommen sollen.

Digital statt Analog

Unser „größtes Problem“ war schließlich tatsächlich die Gründungsversammlung. Im Normalfall findet diese am Gründungsort statt, mindestens sieben sogenannte Gründungsmitglieder sind vor Ort und verabschieden die Satzung und unterschreiben diese. Doch da unsere Mitglieder über die gesamte DACH-Region verstreut sind und zudem die Coronafallzahlen immer weiter anstiegen, war eine Präsenzveranstaltung keine Option. Stattdessen wurde zahlreiche Notar*innen, Amtsgerichte und Sportanwälte kontaktiert, ob auch eine Online Gründungsversammlung rechtens ist. Der generelle Tenor: Eine Onlinegründung ist dieser Art ist uns noch nicht untergekommen. Je nach Bundesland gibt es hier zudem nochmal andere Anforderungen.

Nach schier endlosen Stunden der Vorbereitung, Diskussion, Erarbeiten von Satzung, Beitragsordnung und Co und Recherche fand die Gründungsversammlung schließlich am 26.10.2020 statt. Die Leitung übernahm Lisa Steffny und das Protokoll führte Swenja Horter. Satzung und Beitragsordnung wurden einstimmig verabschiedet, genauso wie der Vorstand bestehend aus Stefan Morlock (1. Vorsitzender), Lisa Kalina (2. Vorsitzende), Swenja Horter (Finanzen), Nika Daiber und Lisa Steffny (Kommunikation).  Stefan und Nika wurden dabei auf zwei Jahre, die anderen Mitglieder auf ein Jahr gewählt. Zwar besteht der Vorstand diesmal aus vier Frauen und nur einem Mann, langfristig ist jedoch eine Parität angestrebt. Am Ende der Veranstaltung wurde die verabschiedete Satzung von allen Gründungsmitgliedern digital unterschrieben und gemeinsam mit dem Gründungsprotokoll bei einer Notarin eingereicht, die nun die Gründung in die Wege geleitet hat. Die erarbeitete Satzung und Beitragsordnung sowie ein Kodex sind zudem auf unserer Webseite bei „Über Uns“ zu finden.

Der Weg bis zur Gründungsversammlung war für alle Beteiligten eine intensive Zeit, doch dadurch wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht und die Mitglieder freuen sich bereits jetzt, dass die Arbeit von Equaletics nun bald richtig starten kann.  


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