Warum wir bei Equaletics gendergerecht sprechen

admin | 25. November 2020

Schild auf dem in regenbogenfarben steht: Hello my pronouns are

In diesem Beitrag stellen wir die Nutzung gendergerechter Sprache vor und erläutern, warum wir bei Equaletics zukünftig gendergerecht schreiben und sprechen wollen.

Sprache schafft Wirklichkeit

Wir leben in einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft, die durch Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, Herkunft, Kultur und auch sexueller Identität geprägt ist. Für das harmonische Zusammenleben ist es daher wichtig, dass ein Klima des gegenseitigen Respekts und der Anerkennung geschaffen wird, in dem sich Niemand benachteiligt fühlt und wo Chancen unabhängig von diesen Vielfaltsmerkmalen verteilt werden.

Sprache spielt eine zentrale Rolle. Zahlreiche Studien belegen, dass durch Sprache Klischees und traditionelle Rollenbilder manifestiert werden können, die nicht mehr zeitgemäß sind und einem gleichberechtigten und anerkennenden Miteinander im Wege stehen. Um dies zu verdeutlichen, hier ein kurzer Selbsttest:


Am Dienstag lade ich Sie wieder zur Sitzung der Abteilungsleiter ein.
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Die Fortbildung richtet sich an alle Lateinlehrer.
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Na, wen stellst Du dir vor? Frauen, Männer, nicht-binäre Personen?

Das generische Maskulin

Hierbei handelt es sich um das Phänomen, die männliche Form eines Wortes zu verwenden, auch wenn damit nicht zwangsläufig oder nicht nur Männer gemeint sind.

Ein Beispiel:

Die Chirurgen führen eine Operation durch.

Handelt es sich wirklich bloß um männliche Chirurgen? Oder waren eventuell sogar mehr Chirurginnen an der Operation beteiligt als die männlichen Kollegen?

Rollenklischees

Unter Rollenklischees versteht man etwa Berufs- oder Tätigkeitsbezeichnung, die typischerweise mit einem bestimmten Geschlecht entweder assoziiert werden oder sogar in der Tätigkeitsbezeichnung enthalten sind.

Beispiele:

Hausfrau

Kindermädchen

Krankenschwester

Automechaniker

Ingenieur

Die Zeiten gendern sich!*

Equaletics kämpft für mehr Chancengerechtigkeit im Sport und setzt sich in diesem Zusammenhang insbesondere für Geschlechtergerechtigkeit ein.

Auch in unserer angestrebten Bildungsarbeit im Sport versuchen wir, Diskriminierungsstrukturen aufzuzeigen und aufzubrechen. Wir können durch einen sensiblen und bewussten Sprachgebrauch dazu beitragen, Diskriminierungsstrukturen zu reflektieren und abzubauen. Durch die ausschließliche Darstellung der binären Geschlechtsidentitäten (z. B. Sportlerinnen und Sportler) werden nicht alle Geschlechter berücksichtigt, da nicht-binäre Menschen nicht angesprochen werden und somit ausgeschlossen sind. Daher versehen wir Personenbezeichnungen mit dem Gendersternchen (*), um damit alle möglichen Geschlechtsidentitäten von Menschen einzuschließen, Stigmatisierungen aufzubrechen und gendergerechte Sprache zu fördern.

Das Sternchen setzt gesprochen eine Pause zwischen männlicher und weiblicher Form (Gender-Gap) und lässt Raum für alle Geschlechteridentitäten und gibt uns somit die Möglichkeit, alle Sportbegeisterten anzusprechen.

Ausgenommen von dieser Regelung können Zitate sein, bei denen wir die Schreibweise gemäß der allgemein gültigen Zitierregeln beibehalten.

Wenn Ihr Fragen oder Anmerkungen zur gendergerechten Sprache habt, schreibt uns gerne an hallo@equaletics.org oder lisa.kalina@equaletics.org


Weitere nützliche Webseiten findest du hier:


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