• Mehr Chancengerechtigkeit im Sport…aber wieso? Teil 4

    Wir bei Equaletics haben alle eins gemein: Wir möchten, dass es im Sport mehr Chancengerechtigkeit gibt. Jedoch treibt uns alle was anderes an, warum das Thema uns jeweils am Herzen liegt. Heute stellen wir die Motivation fünf unserer Mitglieder vor.

    Marthe-Victoria Lorenz, Gründerin Klubtalent:

    Ich habe selbst erfahren, wie es sich anfühlt, weniger Hallenzeiten, weniger Support zu bekommen und damit das Gefühl, weniger wert zu sein. Ich möchte dieses Gefühl anderen Menschen ersparen. Jede*r hat es verdient, die tollen Vorteile des Sports und Vereinslebens zu genießen! Neben dem lokalen Engagement sehe ich bei Chancengerechtigkeit die Gelegenheit, dies national an der Wurzel anzupacken. 

    Stefan Morlock, Consulter Fare Network:

    Der faire Zugang zu Chancen und Ressourcen – im Sport oder darüber hinaus – sollte allen, die in einer freien, vielfältigen und gerechten Gesellschaft leben möchten, am Herzen liegen. Gerade wer, wie ich, in vielerlei Hinsicht Privilegien genießt, trägt eine besondere Verantwortung. Ich bin davon überzeugt, dass von einer gerechteren (Sport-) Welt alle Menschen, ungeachtet ihrer Geschlechtsidentität, profitieren werden. 

    Luise Fiedler, Studentin International Sport Development & Politics:

    Ich setze mich für Chancengerechtigkeit im Sport ein, weil es kein stichhaltiges Argument gibt, warum Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, ihrer Identität, etc. immer noch aus dem Sport ausgeschlossen sein sollten. Das Wahlrecht für Frauen oder die Entkriminalisierung von Homosexualität wurden nicht (nur) eingeführt, weil es das Richtige ist, sondern weil Menschen sich dafür eingesetzt haben. Und weil es höchste Zeit für Verbesserungen im Sport wird, setze ich mich dafür ein. 

    Antje Blumhagen, Studium ist MSc Business Administration & Economics – Sportsmanagement & Event

    Der Sport gibt mir Selbstbewusstsein, lässt mich über meine eigenen Grenzen gehen und verbindet mich mit Menschen, die ich sonst nicht getroffen hätte. Diese Erfahrungen möchte ich teilen und weitergeben.
    Sport ist ein Menschenrecht, egal woher man kommt oder welche Sprache man spricht. Deshalb setze ich mich für Chancengerechtigkeit im Sport ein.

    Steffi Platt, Gründerin Fierce Run Force

    Ich setzte mich für mehr Chancengerechtigkeit im Sport ein, weil es an der Zeit ist etwas zu verändern. Ressourcen müssen gleich verteilt werden, die Infrastruktur und Rahmenbedingungen, wie gleiche Bezahlung, Platzzeiten oder Fördergeldern müssen im Sport für alle Athletinnen gleichermaßen zur Verfügung stehen. Sport steht für Fairplay und deshalb sollte es sich auch in allen Ebenen widerspiegeln. Frauen und Männer sollten, unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe, Bildungsstand, Religion oder anderen Hintergründen, die gleichen Chancen im Sport haben. Sport in all seinen Formen und Farben lebt von seiner Vielfalt. Um diese Vielfalt und fairen Bedingungen für alle Beteiligten im Sport zu ermöglichen, freue ich mich Teil von Equaletics e.V. zu sein.

  • Pressespiegel / Januar

    Zwei Elfjährige kämpfen für Gleichberechtigung im Fußball

    Der VfB Stuttgart braucht Frauenfußball – der Meinung sind zwei elfjährige Mädchen aus Stuttgart. Marie Lesch und Martha Beckmann haben eine Petition gestartet, um den Verein dazu zu bewegen, mit einem guten Beispiel voranzugehen und eine Frauenabteilung zu gründen.

    Weitere Infos: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.petition-fuer-frauenmannschaft-bei-vfb-zwei-elfjaehrige-kaempfen-fuer-gleichberechtigung-im-fussball.89d739e7-decd-4390-8138-301552d41b6e.html?fbclid=IwAR0CHLjX54Amr772rlel5QPW02tFij6MQPUPPm0SlSCoyPBRuwGq8ZDpy7U

    „Sollten nicht nur jammern“: Tournee für Frauen kontrovers

    Nach wie vor gibt es keine 4-Schanzen-Tournee für Frauen und auch Skifliegen ist nach wie vor für sie nicht erlaubt. Darauf angesprochen sagte Teammanager Horst Hüttel beim Finale der 69. Männer-Ausgabe in Bischofshofen: „Es hat sich auch schon vieles getan. Deshalb, finde ich auch, sollten die Mädels nicht nur jammern, sondern auch sehen, was getan wurde. Sie wollen natürlich mehr, das verstehe ich auch.“

    Weitere Infos: https://www.sueddeutsche.de/sport/skispringen-sollten-nicht-nur-jammern-tournee-fuer-frauen-kontrovers-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-210107-99-928321

    EM- und WM-Finalspiele werden auf allen ARD-Radios von Frauen kommentiert

    Die Endspiele bei der EURO im Sommer 2021 und der Weltmeisterschaft 2022 werden im Radio der ARD erstmals von Reporterinnen kommentiert. Diese Entscheidungen sollen den Wunsch der ARD unterstreichen, Frauen im Sportjournalismus weiterhin zu fördern.

    Weitere Infos: https://www.sportschau.de/fussball/international/wm-und-em-finals-in-ard-radios-von-frauen-kommentiert-100.html

    Schiedsrichterin pfeift bei Klub-WM

    Edina Alves Batista ist als erste Schiedsrichterin für eine Männer-Fußball Klub-WM nominiert worden.

    Weitere Infos: https://www.sport1.de/internationaler-fussball/2021/01/schiedsrichterin-alves-batista-pfeift-bei-klub-wm-keine-deutschen-unparteiischen

    NFL: Sarah Thomas erste Schiedsrichterin im Super Bowl

    Sarah Thomas schreibt in der National Football League (NFL) Geschichte: Die 47-Jährige kommt am 7. Februar in Tampa als erste Schiedsrichterin im Super Bowl zum Einsatz. 

    Weitere Infos: https://sport.sky.de/artikel/nfl-news-sarah-thomas-erste-schiedsrichterin-im-super-bowl/12192759/34240

    Rapinoe widerspricht Biden: „Das ist Amerika. Machen Sie sich nichts vor.“

    Megan Rapinoe gilt als erbitterte Gegnerin von Donald Trump. Nach den Kapitol-Unruhen meldet sich der Fußballstar aus den Vereinigten Staaten zu Wort – und widerspricht Trump-Nachfolger Joe Biden.

    Weitere Infos: https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/usa-megan-rapinoe-widerspricht-nach-kapitol-unruhen-joe-biden-17143920.html

    FSE LAUNCHES F+COLLECTIVE FOR FEMALE FANS

    The newly launched FSE F+Collective aims to sustainably mobilise female fan activists from within FSE‘s membership and beyond, focusing more strongly on representation and policymaking in the process.

    Weitere Infos: https://www.fanseurope.org/de/news-2/news-2/2308-fse-launches-f-collective-for-female-fans-2.html

    Rubin Kazan gründet Frauenmannschaft

    Rubin Kazan gründet eine Frauenmannschaft und wird bereits ab dieser Saison in der Superliga spielen. 

    Weitere Infos: https://www.soccerdonna.de/de/rubin-kazan-gruendet-frauenmannschaft-/news/anzeigen_8182.html

  • Mehr Chancengerechtigkeit im Sport…aber wieso? Teil 3

    Wir bei Equaletics haben alle eins gemein: Wir möchten, dass es im Sport mehr Chancengerechtigkeit gibt. Jedoch treibt uns alle was anderes an, warum das Thema uns jeweils am Herzen liegt. Heute stellen wir die Motivation fünf unserer Mitglieder vor.

    Ralf ScherlinzkiWin-Win Sports Player Agency:

    Bis das Thema beim „virtuellen Sportstammtisch“ aufkam, hatte ich mir ehrlich gesagt nie groß Gedanken darüber gemacht. Dafür war ich umso überraschter zu hören, dass sich die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern fast überall quer durch den Sport zieht. Das darf im 21. Jahrhundert in Deutschland eigentlich nicht mehr sein! Ich halte es für wichtig, dass sich nicht nur Frauen engagieren und kann als Mann vielleicht an der einen oder anderen Stelle auch einen anderen Blickwinkel zum Projekt beisteuern. 

    Lisa Kalina, Gründerin Fan von DIR:

    Ich engagiere mich, weil ich als Sportlerin seit jeher Chancenungleichheit erlebt habe – egal ob Hallenzeiten oder Sponsorengelder, immer haben die Mädchenteams das schlechtere Los gezogen. Sport muss für alle gleichermaßen zugänglich sein, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung oder Identität 

    Lisa Steffny, Gründerin Fan von DIR:

    Mit Fan von DIR wollen wir Vorbilder auf Augenhöhe schaffen und Mädchen* und Frauen* zeigen, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind, aber sich nicht entmutigen lassen sollen. Doch jetzt wollen wir mehr – wir wollen auch ein Umdenken auf politischer Ebene bewirken und das geht nur zusammen. 

    Jan-Philipp Grande, Zuständig für den Bereich Soziale Verantwortung bei B42:

    Chancengerechtigkeit im Sport und vor allem Gleichberechtigung im Allgemeinen sind kein Privileg, sondern ein Grundrecht. Es liegt an uns allen für die Einhaltung und Umsetzung solcher Grundrechte einzustehen und jeden Tag aufs Neue dafür zu kämpfen. 

    Nika Daiber, Junior Managerin bei Fem11

    Ich finde es wichtig die Unterschiede im Sport, aber auch allgemein im Leben aufzuzeigen und allgemein präsenter zu machen. Das Thema wird oft nicht ernst genommen oder auch einfach nicht als Problem angesehen. Ich möchte das Thema einfach mal angehen und im besten Fall etwas bewirken. Außerdem möchte ich Menschen unterstützen, die sich mit dem Thema beschäftigen. 

  • Pressespiegel / Dezember

    Oftmals reicht ein Blick in die Medien aus, um zu sehen: Es gibt noch viel zu tun. In dieser Rubrik fassen wir für euch regelmäßig Ereignisse zusammen, die zeigen, dass es in der Sportwelt noch viel zu tun gibt, aber auch Fälle, die Anlass zur Hoffnung geben.  

    San Antonio Spurs: Hammon springt als erste Cheftrainerin in der NBA ein

    Nachdem Spurs-Coach Gregg Popovich nach einer Diskussion mit den Schiedsrichtern auf die Tribüne geschickt wurde, übernahm Rebecca Hammon als erste Frau den Posten als Headcoach.

    Weitere Infos: https://www.spiegel.de/sport/basketball/san-antonio-spurs-rebecca-hammon-springt-als-erste-cheftrainerin-in-der-nba-ein-a-c7360005-1c58-47ee-acde-f42e27f42ab2

    Fußballerinnen und US-Verband einigen sich teilweise

    Bereits seit längerem beklagen die US-Fußballerinnen, die deutlich schlechteren Arbeitsbedingungen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen. Nachdem ihre Forderungen bisher immer abgelehnt wurden, gibt es nun einen Teilerfolg.

    Weitere Infos: https://www.soccerdonna.de/de/fussballerinnen-und-us-verband-einigen-sich-teilweise/news/anzeigen_7889.html

    Kritik an Testosteronregel in der Leichtathletik

    Der Sport ist zu 100% auf das binäre System Mann / Frau ausgerichtet. Sportler*innen, die vermeintlich nicht in das Schema passen, stellen die Verantwortlichen daher immer wieder vor Herausforderungen. Ihre Lösungsansätze sind dabei oftmals nicht nur ethisch fragwürdig.

    Weitere Infos: https://www.sportschau.de/hintergrund/World-Athletics-in-der-Kritik-wegen-Testosteron-Regel-gegen-Semenya-und-Co-100.html

    EHF EURO 2020 wird ausschließlich von weiblichen Schiedsrichter-Gespannen geleitet

    Erstmalig wird eine Handball EM der Frauen ausschließlich auch von weiblichen Referees geleitet.

    Weitere Infos: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-2-20-40860.html

    Französische Schiedsrichterin pfeift Geschichte

    Zum ersten Mal in der Geschichte der männlichen Ausgabe der Champions League durfte eine Frau das Spielgeschehen leiten: Stéphanie Frappart. Zuvor leitete sie das bereits bei den Männern den Supercup sowie ein Spiel in der Europa League.

    Weitere Infos: https://www.soccerdonna.de/de/franzoesische-schiedsrichterin-pfeift-geschichte/news/anzeigen_7901.html

    DEU: Neue Sportdirektorin, neuer Bundestrainer

    Die ehemalige Inline-Kunstlauf-Weltmeisterin Claudia Pfeifer wird zum 1. Januar 2021 neue Sportdirektorin der Deutschen Eislauf-Union. Dabei tritt die 30-Jährige die Nachfolge von Udo Dönsdorf an, der zuvor 21 Jahre als Sportdirektor tätig war.

    Weitere Infos: https://www.sportschau.de/wintersport/winter-short-eislauf-union-pfeifer-dierking-snowboad-bad-gastein-100.html

  • Best Practice: Nachrichtenplattform Sportfrauen

    Mit exklusiven Berichten über deutsche Spitzensportlerinnen will die Nachrichtenplattform Sportfrauen mehr Aufmerksamkeit auf deren Leistung lenken. Die bislang ehrenamtliche Plattform erreicht jeden Monat rund 10.000 Leser*innen und ist nun sogar unter den Titelträger*innen der Kultur- und Kreativpiloten 2020.

    Athletinnen in Deutschland eine Stimme zu geben, das ist das Ziel von Sportfrauen. Die Nachrichtenplattform berichtet deutschlandweit über Spitzensportlerinnen und will dadurch ein Gleichgewicht in der Sportberichterstattung herstellen. Denn: Sportlerinnen geben im Training und bei Wettbewerben 100 Prozent – genau wie Männer. Sie schränken ihre Zeit für Freizeit und Familie ein, um ihren Sport ausüben zu können – genau wie Männer. Sie lieben, was sie tun – genau wie Männer. Und doch sind die Chancen für Athletinnen nicht dieselben. Studien zufolge thematisieren nur zwölf Prozent der Sportartikel deutscher Medien Athletinnen. Sportfrauen holt sie ins Rampenlicht und zeigt mit spannenden und gut recherchierten Geschichten, was Deutschlands Sportlerinnen draufhaben.

    Initiative mehrfach ausgezeichnet

    Hinter Sportfrauen stecken neben einigen freien Texter*innen, die beiden Gründer*innen Nina Probst, verantwortlich für den redaktionellen Inhalt, und Fabian Hajek, verantwortlich für die Technik. Gemeinsam haben sie in den vergangenen Monaten die Plattform, die 2017 zum ersten Mal online ging, weiterentwickelt. 2019 nahm Sportfrauen als einer von zwölf Finalisten am „She breaks barrieres“-Programm von adidas und impact Hub teil und hat dort das Geschäftsmodell mit Expert*innen diskutiert und verbessert. Sportfrauen war zudem 2020 für den Augsburger Medienpreis nominiert und befindet sich außerdem unter den Titelträger*innen der Kultur- und Kreativpiloten Deutschlands 2020. Das Projekt und seine Macher*innen profitieren nun neben der bundesweiten Aufmerksamkeit vom Expert*innen-Netzwerk der Kultur- und Kreativwirtschaft und erhalten ein einjähriges Mentoring Programm, das sie in ihrer unternehmerischen Entwicklung unterstützt.

    Kooperationen mit anderen Sportakteuren

    In Kooperationen mit anderen Akteur*innen der Sportbranche will Sportfrauen in Zukunft verändern, wie über Frauen im Sport gesprochen wird. Es soll vor allem über deren Leistungen gesprochen werden, weniger über Vergleiche mit Männern oder Nebensächlichkeiten wie das Aussehen. Außerdem will Sportfrauen, dass junge Mädchen in Deutschland Vorbilder im Sport haben, die auch weiblich sind. Gründerin Nina Probst sagt: „Junge Nachwuchssportlerinnen haben häufig keine Vorbilder. Einer der Gründe dafür ist sicherlich, dass ihnen die Namen und Gesichter der deutschen Spitzensportlerinnen nicht geläufig sind. Das wollen und müssen wir ändern, um Sport auch in Zukunft für Mädchen interessant zu machen.“ Kooperationspartner sind etwa junge Projekte wie die derzeit entstehende Sponsoring-Plattform „Equalchamps“ sowie bereits namhafte Unternehmen wie der Sportinformationsdienst (SID).

    Berichte über alle Sportarten hinweg

    Sportfrauen konzentriert sich bewusst nicht auf eine spezielle Sportart. Neben bekannten Sportarten wie Fußball und Volleyball, die immerhin einen kleinen Platz in der Medienbranche bekommen haben, sollen auch Sportarten thematisiert werden, die sich am Rande der Aufmerksamkeit befinden. Darunter Eishockey, Radsport oder Basketball. „Sportfrauen soll eine Plattform für alle sportlichen Frauen in Deutschland sein. Spitzensportlerinnen sollen sich dort wiederfinden und eine Möglichkeit haben, sich zu präsentieren. Sportbegeistere Mädchen und Frauen sollen hier Inspiration finden“, sagt Nina Probst.

    Die Plattform finanziert sich derzeit über Mitgliedsbeiträge auf Steady. Mithilfe von Investoren soll Sportfrauen in Zukunft noch mehr exklusive Artikel erstellen können und eine flächendeckende Berichterstattung nicht nur in Textform bereitstellen.

    Mehr Infos zu Sportfrauen findet ihr hier.

  • 30.000€ FÖRDERTOPF FÜR DIE VERBESSERUNG DER SPORTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN VON MÄDCHEN UND JUNGEN FRAUEN

    Stuttgart, 16. Dezember 2020 – fairplaid leistet in Zusammenarbeit mit Equaletics einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen von Mädchen und jungen Frauen im Sport. Mit der Kampagne #FemaleFutureAthletes wird dafür gezielt ein Fördertopf über 30.000€ zur Verfügung gestellt, um Individual-, Mannschafts- oder Vereinssportlerinnen unter 21 Jahren aller Sportarten die Möglichkeit zu geben, die Bedingungen und die Infrastruktur ihres eigenen sportlichen Umfeldes selbst aktiv zu verbessern. Die Förderung kann z.B. für Projekte rund um die Anschaffung von modernem Equipment, neuer Teamwear oder dem Aufbau einer weiblichen Nachwuchsabteilung genutzt werden. “Es ist tatsächlich einfach viel zu häufig immer noch der Fall, dass der weibliche Nachwuchs beispielsweise mit dem aussortierten Equipment der gleichaltrigen Jungs trainieren und spielen muss. Und genau solche Umstände tragen dazu bei, dass einfach weniger Mädchen motiviert sind, ihren Weg im Sport zu gehen und in der Konsequenz eben in vielen Sportarten deutlich unterrepräsentiert sind. Hier wollen wir entgegenwirken”, so Torsten Lührs, Geschäftsführer von fairplaid.

    Von den Hindernissen mit denen Mädchen und Frauen tagtäglich im Sport konfrontiert sind, weiß auch Equaletics zu berichten. Deswegen hat es sich der neu gegründete Verein zum Ziel gesetzt, gerade für Sportlerinnen mehr Chancengerechtigkeit im Sport herzustellen und auch mit verhärteten und überholten Klischees, unzureichender Medienberichterstattung und dem oftmals unzureichenden Zugang zu Ressourcen und Fördergeldern endgültig Schluss zu machen. „Bisher kommt leider immer noch nur sehr langsam Bewegung in den Sport, um den Zugang und die Rahmenbedingungen für benachteiligte Gruppen zu verbessern. Der Sport betont immer wieder, welch wichtige gesellschaftliche Funktion er erfüllt. Equaletics möchte dazu beitragen, dass der Sport dieser Funktion auch tatsächlich gerecht wird und es letztendlich wirklich keine Rolle mehr spielt, welches Geschlecht man hat, woher man kommt oder ähnliche Faktoren. Die 30.000€ Fördertopf-Kampagne mit fairplaid ist dafür ein erster Schritt“, so die Vorsitzende Lisa Kalina.

    Um von dem Fördertopf zu profitieren, kann unter fairplaid.org/equaletics ein Crowdfunding-Projekt angelegt werden. Was genau gefördert werden soll, darüber entscheiden die Projektstarter/innen selbst. Innerhalb von max. 60 Tagen können dann Gelder von Freunden/innen,  Vereinsmitgliedern, Arbeitskollegen/innen oder Unternehmen für das eigene Projekt eingesammelt werden. Für jede Unterstützung über 10€ werden aus dem Fördertopf noch einmal 20€ oben drauf gelegt. Zudem steht jedem Projekt ein persönlicher Projekt-Coach von fairplaid zur Seite, um gerade auch völlig unerfahrene Projektstarter/innen dabei zu unterstützen, ihr fairplaid Crowdfunding-Projekt erfolgreich zu beenden. Die Förderung startet ab dem 1. Januar 2021 für drei Monate. Projekte können jedoch ab sofort angelegt werden, um rechtzeitig zu starten.

    Die Förderung ist dabei Teil einer Fördertopfserie, die fairplaid im Rahmen des kürzlich erreichten Meilensteins gestartet hat. Denn so wurden nun bereits mehr als 10 Millionen € an Sportler/innen, Mannschaften und Vereine in ganz Deutschland über fairplaid-Crowdfunding ausgeschüttet – mit über 1.700 erfolgreichen Projekten und mehr als 125.000 aktiven Unterstützer/innen. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir bereits so viele Aktive und Vereine im Sport unterstützen konnten. Wir wissen aber auch, dass es noch viele Bereiche im Sport gibt, die auch weiterhin zu wenig Sichtbarkeit erfahren und daher oftmals einfach vernachlässigt werden. Durch gemeinsame Kampagnen mit Partnern wie Equaletics wollen wir den Fokus auf diese Bereiche legen und den Akteuren/innen die Möglichkeiten geben, sich aktiv dafür einzusetzen, die sportlichen Rahmenbedingungen in ihrem eigenen Umfeld selbst zu verbessern”, so Torsten Lührs. 

    Vorgemacht haben es bereits Projekte wie die Eichkampgirls, der TuS Neukölln 1865 oder die SV Rhein-Main Baskets Langen, die über ein fairplaid-Projekt erfolgreich den eigenen weiblichen Nachwuchs stärken konnten. Und das diesen erfolgreichen Vorbildern, möglichst viele weitere folgen, dafür möchten fairplaid und Equaletics sorgen. 

    Über Equaletics: 

    Equaletics ist ein Verein (in Gründung), der es sich zum Ziel gesetzt hat, mehr Chancengerechtigkeit im Sport zu schaffen. Dafür möchte er jedoch nicht nur an einer, sondern gleich an mehreren Stellschrauben drehen. So soll unter anderem politische Arbeit geleistet und so Missstände angegangen werden. Unterstützt wird diese durch Forschungsarbeit, die von Equaletics sowohl durchgeführt als auch angestoßen wird. Zudem initiiert der Verein auch konkrete Projekte, um Mädchen* und Frauen* im Sport zu fördern. Denn wir finden: Sport ist für alle da und es wird Zeit, dass dieses Ideal endlich Realität wird!

    Über fairplaid: 

    Mit fairplaid lassen sich Projekte und Anschaffungen wie neue Teamwear, Renovierungen oder ein neuer Kunstrasenplatz auch ohne Sponsoring realisieren. Vereine, Mannschaften oder Athleten/innen können dazu ganz einfach unter fairplaid.org ein fairplaid-Projekt anlegen und mit Unterstützung der fairplaid-Coaches erfolgreich durchführen. Dahinter steckt die Vision, dass alle unabhängig von Sportart oder Level faire und gleiche Möglichkeiten haben sollen, seiner Leidenschaft zu folgen, ohne dabei auf finanzielle Hindernisse zu stoßen.

    PRESSEKONTAKT FAIRPLAID:

    Frederik Gallois, PR und Kommunikation
    E-Mail: f.gallois@fairpaid.org
    Telefon: + 49 152 38 52 89 92
    Sophienstraße 26, 70178 Stuttgart
    www.fairplaid.org

    PRESSEKONTAKT EQUALETICS:

    Lisa Steffny, Vorstand Kommunikation
    E-Mail: lisa.steffny@equaletics.org
    Telefon: 0176 / 70887965
    Postfach 26 02 01, 50515 Köln
    www.equaletics.org
    @equal.etics

    Hier kannst du die Pressemitteilung downloaden.

  • Mehr Chancengerechtigkeit im Sport…aber wieso? Teil 2

    Wir bei Equaletics haben alle eins gemein: Wir möchten, dass es im Sport mehr Chancengerechtigkeit gibt. Jedoch treibt uns alle was anderes an, warum das Thema uns jeweils am Herzen liegt. Heute stellen wir die Motivation fünf unserer Mitglieder vor.

    Katharina Fikiel, Profi-Basketballerin:

    Ich möchte mich für gerechte Chancen für alle Sportler*innen und Sportarten einsetzen – egal, ob Individual – oder Teamsportarten. Ich bin seit 17 Jahren Profisportlerin, daher weiß ich, wie wichtig Chancengerechtigkeit und auch Wertschätzung für jede*n einzelne*n Sportler*in ist. Dafür möchte ich mich sehr gern in diesem Projekt engagieren.

    Felix Wolf, Student International Sport Development & Politics:

    Die systematische Benachteiligung von Frauen hat eine ebenso lange wie traurige Tradition im patriarchalisch geprägten Sport. Wenngleich die Anzahl der Frauen, die Sport treiben, sich heutzutage kaum mehr von der der Männer unterscheiden lässt, liegt die Teilhabe von Frauen in der Führung vieler Sportorganisationen trotz zahlreicher Bekenntnisse und Maßnahmen oft unter 30%. Dies führt nicht zuletzt zu anhaltender sozialer und ökonomischer Benachteiligung von Frauen im Sport, die ein Ende finden muss. Hierfür möchte ich mich gemeinsam mit dem Verein stark machen. 

    Vanessa Maith, Studentin International Sport Development & Politics:

    Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Frauen* im Sport während meines Studiums ist mir bewusst geworden, wie sehr die Sportgeschichte von Männern geschrieben wurde. Das will ich durch mein Engagement ändern! Es gibt keine geschlechterspezifischen Sportarten – Fussball ist keine Männersache- es liegt an uns diese Stereotype zu verbannen, um jeder Person den gleichen Zugang zu Sport zu ermöglichen. 

    Swenja HorterIST-Dipl. Sportmanagement & Eventmanagement:

    Ich möchte mich beim Thema Gleichberechtigung einbringen, weil ich in bestimmten Situationen gemerkt habe, dass man im Sport stellenweise immer noch hinter dem Berg ist z.B. was Frauen in Führungspositionen angeht und das Frauen und ihre Fähigkeiten oftmals unterschätzt werden. Hier ist das Denken viel zu oft noch zu rückständig. Zeit für ein Umdenken! 

    Merle Stöcker, Managerin National League und Swiss League Operations bei Swiss Ice Hockey:

    Ich arbeite seit 12 Jahren in der Sportbranche und habe Benachteiligung von Frauen vom Amateurbereich bis hin zum nationalen Level im Sport (on and off the court) leider schon oft gesehen. Außerdem sind diskriminierende Aussagen (Geschlecht, Herkunft, Sexualität, Behinderung) leider immer noch zu oft präsent. Beides muss dringend geändert werden! 

  • Pressespiegel / November

    Oftmals reicht ein Blick in die Medien aus, um zu sehen: Es gibt noch viel zu tun. In dieser Rubrik fassen wir für euch regelmäßig Ereignisse zusammen, die zeigen, dass es in der Sportwelt noch viel zu tun gibt, aber auch Fälle, die Anlass zur Hoffnung geben.  

    Sarah Fuller schreibt Football-Geschichte: Erste Frau kickt für Top-College

    Sarah Fuller ist eigentlich Torhüterin. Doch nun soll sie bei den Vanderbilt Commodores als Kickern einspringen. Damit ist sie die erste Frau in einer Elite-Conference im College-Football.

    Weitere Infos unter: https://www.ran.de/us-sport/college-football/news/sarah-fuller-schreibt-football-geschichte-erste-frau-kickt-fuer-top-college-108255

    W Series: „Formel Frau“ erstmals im Rahmen der Formel 1

    Die Frauenrennserie W Series wird im kommenden Jahr im Rahmenprogramm der Formel 1 stattfinden. So sollen 2021 acht Rennen am Rande eines Formel 1 Grand Prix ausgetragen werden. Die W Series gibt es seit 2019, damals noch im Vorprogramm der DTM.

    Weitere Infos unter: https://www.sport1.de/motorsport/2020/11/w-series-formel-frau-erstmals-im-rahmen-der-formel-1

    „Equal Pay sollte nicht unser oberstes Ziel sein“

    Bayern Kapitänin Lina Magull fordert mehr Anerkennung, Geld und Sichtbarkeit für den Frauenfußball.

    Weitere Infos: https://www.spiegel.de/sport/fussball/lina-magull-vom-fc-bayern-muenchen-equal-pay-sollte-nicht-unser-oberstes-ziel-sein-a-3707ef1c-d5a7-4e21-9a75-a8b093584c65

    Fünf Radsportlerinnen nehmen an der E-Sports-WM teil

    Der Weltradsportverband UCI plant im Dezember eine E-Sport-Weltmeisterschaft, an der auch Fahrerinnen teilnehmen werden.

    Weitere Infos: https://www.sportfrauen.net/radsport/fuenf-radsportlerinnen-nehmen-der-e-sports-wm-teil

    Kim Ng wird erste Managerin im US-Männersport: Die Beste für den Job

    Kim NG ist nun als erste Frau die Klubchefin eines Vereins in einer der großen US-Profiligen. Sie wird Managerin des Baseball-Teams Miami Marlins.

    Weitere Infos: https://www.spiegel.de/sport/baseball-miami-marlins-machen-kim-ng-zur-managerin-als-erste-frau-a-7631037a-e54b-4c99-83c6-5182f1ebcdce

    Studie: Zahlreiche Gehälter im Frauenfußball wegen Corona reduziert

    In rund der Hälfte der 62 untersuchten Länder mussten Fußballerinnen finanzielle Einbußen hinnehmen und konnten auch sonst auf wenig Unterstützung durch ihre Vereine bauen.

    Weitere Infos: https://www.soccerdonna.de/de/studie-zahlreiche-gehaelter-im-frauenfussball-wegen-corona-reduziert/news/anzeigen_7773.html

    Zum Fremdschämen: Umgang mit Fußballerinnen in den 1970er Jahren

    Im Oktober wurde das Jubiläum 50 Jahre Frauenfußball gefeiert. Zeit zurückzublicken, wie Spielerinnen damals behandelt wurden.

    Weitere Infos: https://www.soccerdonna.de/de/zum-fremdschaemen-umgang-mit-fussballerinnen-in-den-70er-jahren/news/anzeigen_7720.html

    Kommentar: Wir brauchen fair pay – und endlich echte Wertschätzung

    Zwei Redakteurinnen von Sportfrauen blicken auf 50 Jahre zurück, mit der Erkenntnis: Es gibt nicht nur Grund zum Feiern.

    Weitere Infos: https://www.sportfrauen.net/50-jahre-frauenfussball/kommentar-wir-brauchen-fair-pay-und-endlich-echte-wertschaetzung

    FIFA will bezahlten Mutterschutz für Fußballerinnen

    Professionelle Fußballerinnen sollen einem neuen FIFA-Regelwerk zufolge bald weltweit in bezahlten Mutterschutz gehen können. Der FIFA-Rat muss den neuen Regeln noch zustimmen.

    Weitere Infos: https://www.sportschau.de/fussball/fifa-mutterschutz-schwangerschaft-spielerinnen-100.html

  • Dabei sein ist alles … und viel einfacher als du denkst

    Ein Verein ohne Mitglieder und Unterstützer*innen ist kaum mehr als ein Eintrag im Register. Schwarze Buchstaben auf weißem Papier, hier und da ein Stempel. Doch Equaletics will viel mehr sein, Equaletics will etwas bewegen!

    Um dieses große Versprechen auch einlösen zu können, sind wir auf Unterstützung angewiesen.

    Viele wünschen sich einen Sport, der allen – ganz unabhängig von Faktoren wie Geschlecht, Herkunft oder Sprache – gerechte Chancen gibt. Wünschst du dir das auch?

    Die gute Nachricht: Du kannst etwas dazu beitragen, dass wir alle diesem Ideal näherkommen. Wir wissen, dass nicht jede Form der Beteiligung für alle Menschen und jede Lebensphase geeignet ist. Doch keine Sorge, denn wir brauchen Eure Hilfe auf ganz unterschiedliche Weise. Eure Vielfalt ist unser Glück!

    Auch du bereicherst Equaletics! Versprochen.

    Hier findest du einen Überblick darüber, wie Partizipation bei Equaletics aussehen kann:

    Mitgliedschaft:

    Wie in den meisten Vereinen sind Mitglieder auch bei Equaletics die tragenden Säulen des Vereins. Ein faires Beitragssystems nimmt sensibel auf veränderte Lebenssituationen Rücksicht und gibt unserem Vorhaben regelmäßige Einnahmen und finanzielle Sicherheit. Gleichzeitig können sich Mitglieder auf vielfältige Weise aktiv beteiligen: Etwa indem sie Arbeitsgruppen (AGs) gründen, diese leiten oder inhaltlichen Arbeit mitwirken. Außerdem erhalten sie Stimmrecht bei Mitgliederversammlungen, können dort Vorschläge einbringen oder sich um Vereinsämter bewerben.

    Fördermitgliedschaft:

    Diese richtet sich insbesondere an andere Vereine, Initiativen und Organisationen. Wir glauben daran, dass wir mit Gleichgesinnten dann am meisten erreichen, wenn wir mit einer Stimme sprechen. Fördermitglieder profitieren von der Vernetzung, Beratung und der Vertretung gemeinsamer Interessen.

    Steady:

    Sportverein, Musikschule, Schulförderverein, Partei, Gewerkschaft, NGO – Mitgliedschaften sammeln ist  nicht nur weitverbreitet sondern auch überaus lobenswert. Doch nicht immer möchten sich Menschen an einen Verein oder eine Sache binden. Wer uns trotzdem regelmäßig mit einem kleineren oder größeren Betrag unterstützen möchte, der*die kann dies über Steady tun – ganz flexibel und monatlich kündbar.

    Spende:

    Wer seine Unterstützung finanziell zum Ausdruck bringe möchte, dies aber nur einmalig oder zweckgebunden, der*die kann auf einen Klassiker zurückgreifen: die Geldspende. Egal wie viele Vorkommastellen – jeder Beitrag kommt (gut) an. Sobald Equaletics als gemeinnützig anerkannt ist, können wir hierfür auch Spendenbescheinigungen ausstellen. Du kannst und möchtest uns lieber mit Sach- oder Aufwandsspenden unterstützen – melde dich gerne bei uns!

    AG-Arbeit:

    Auf euren Vorschlag hin können AGs neu gegründet oder Inhalte mit auf die Agenda genommen werden. Unsere AG-Richtlinien erlauben interessierten Nicht-Mitgliedern nicht nur die Mitarbeit in Arbeitsgruppe, nein, sie ist sogar ausdrücklich erwünscht! Ihr habt Ideen zu Themen oder Projekten – dann schreibt uns!

    Feedback und Kritik:

    Ob Schreibfehler, inhaltliche Anmerkungen, Lob oder Widerspruch. Durch euer Feedback lernen wir, vermeiden Missverständnisse und Fehler, erweitern unser Wissen, gewinnen neue Perspektiven und entwickeln so Equaletics weiter.

    Aufmerksamkeit:

    Wir sind nicht nur davon überzeugt, dass die Ziele, für die wir kämpfen, enorm wichtig sind, sondern auch, dass viele unsere Ansichten teilen und unser Vorhaben unterstützen. Der Erfolg von Equaletics und, noch viel wichtiger, der Erfolg einer gerechteren Gesellschafsvision hängen maßgeblich davon ab, ob für Themen Bewusstsein geschafft wird, diese bekannt sind und darüber debattiert wird. Dazu kannst du beitragen:

    Du kennst jemanden, der möglicherweise bei Equaletics mitwirken oder uns unterstützen möchte? Dann sprich diese Person doch einfach mal an! Du findest unsere Arbeit oder ein bestimmtes Projekt toll? Dann teile es mit deinen Freund*innen, deiner Familie oder in deinem (beruflichen) Netzwerk. Du interessierst dich für Equaletics und unsere Arbeit? Dann abonniere unseren Newsletter und folge uns auf Facebook, Instagram und / oder Twitter.

    Alltag:

    Veränderung braucht Umdenken. Viele diskriminierende, ungerechte Strukturen sind über Jahrzehnte und Jahrhunderte gewachsen. Benachteiligungen, worunter viele leiden, sind für andere unhinterfragte Normalität. Es ist aber kein Naturgesetz, dass viele Frauen* weniger verdienen oder LGBTQIA*-Menschen noch immer Diskriminierung und Feindseligkeit erleben. Unsere Gesellschaft wurde von Menschen so eingerichtet – und nur durch Menschen kann sie verändert werden.

    Ob im Familienkreis, im Verein, bei Veranstaltungen oder im Netz: Je mehr ihre Stimme gegen Unrecht erheben, desto schwerer lässt sich ihr Ruf ignorieren.

    Egal für welche Art der Partizipation du dich entscheidest: Wir danken dir!

    Du hast weitere Ideen wie du oder andere sich bei Equaletics einbringen könnten? Dann melde dich! Oder du hast Fragen? Dann zögere nicht stefan.morlock@equaletics.org zu kontaktieren.

  • Warum wir bei Equaletics gendergerecht sprechen

    In diesem Beitrag stellen wir die Nutzung gendergerechter Sprache vor und erläutern, warum wir bei Equaletics zukünftig gendergerecht schreiben und sprechen wollen.

    Sprache schafft Wirklichkeit

    Wir leben in einer zunehmend pluralistischen Gesellschaft, die durch Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, Herkunft, Kultur und auch sexueller Identität geprägt ist. Für das harmonische Zusammenleben ist es daher wichtig, dass ein Klima des gegenseitigen Respekts und der Anerkennung geschaffen wird, in dem sich Niemand benachteiligt fühlt und wo Chancen unabhängig von diesen Vielfaltsmerkmalen verteilt werden.

    Sprache spielt eine zentrale Rolle. Zahlreiche Studien belegen, dass durch Sprache Klischees und traditionelle Rollenbilder manifestiert werden können, die nicht mehr zeitgemäß sind und einem gleichberechtigten und anerkennenden Miteinander im Wege stehen. Um dies zu verdeutlichen, hier ein kurzer Selbsttest:


    Am Dienstag lade ich Sie wieder zur Sitzung der Abteilungsleiter ein.
    Neue Hygienevorschriften für Erzieher in der Kita.
    Die Fortbildung richtet sich an alle Lateinlehrer.
    Suche Putzfrau für Büroreinigung.

    Na, wen stellst Du dir vor? Frauen, Männer, nicht-binäre Personen?

    Das generische Maskulin

    Hierbei handelt es sich um das Phänomen, die männliche Form eines Wortes zu verwenden, auch wenn damit nicht zwangsläufig oder nicht nur Männer gemeint sind.

    Ein Beispiel:

    Die Chirurgen führen eine Operation durch.

    Handelt es sich wirklich bloß um männliche Chirurgen? Oder waren eventuell sogar mehr Chirurginnen an der Operation beteiligt als die männlichen Kollegen?

    Rollenklischees

    Unter Rollenklischees versteht man etwa Berufs- oder Tätigkeitsbezeichnung, die typischerweise mit einem bestimmten Geschlecht entweder assoziiert werden oder sogar in der Tätigkeitsbezeichnung enthalten sind.

    Beispiele:

    Hausfrau

    Kindermädchen

    Krankenschwester

    Automechaniker

    Ingenieur

    Die Zeiten gendern sich!*

    Equaletics kämpft für mehr Chancengerechtigkeit im Sport und setzt sich in diesem Zusammenhang insbesondere für Geschlechtergerechtigkeit ein.

    Auch in unserer angestrebten Bildungsarbeit im Sport versuchen wir, Diskriminierungsstrukturen aufzuzeigen und aufzubrechen. Wir können durch einen sensiblen und bewussten Sprachgebrauch dazu beitragen, Diskriminierungsstrukturen zu reflektieren und abzubauen. Durch die ausschließliche Darstellung der binären Geschlechtsidentitäten (z. B. Sportlerinnen und Sportler) werden nicht alle Geschlechter berücksichtigt, da nicht-binäre Menschen nicht angesprochen werden und somit ausgeschlossen sind. Daher versehen wir Personenbezeichnungen mit dem Gendersternchen (*), um damit alle möglichen Geschlechtsidentitäten von Menschen einzuschließen, Stigmatisierungen aufzubrechen und gendergerechte Sprache zu fördern.

    Das Sternchen setzt gesprochen eine Pause zwischen männlicher und weiblicher Form (Gender-Gap) und lässt Raum für alle Geschlechteridentitäten und gibt uns somit die Möglichkeit, alle Sportbegeisterten anzusprechen.

    Ausgenommen von dieser Regelung können Zitate sein, bei denen wir die Schreibweise gemäß der allgemein gültigen Zitierregeln beibehalten.

    Wenn Ihr Fragen oder Anmerkungen zur gendergerechten Sprache habt, schreibt uns gerne an hallo@equaletics.org oder lisa.kalina@equaletics.org


    Weitere nützliche Webseiten findest du hier:

  • Über gleiche und gerechte Chancen

    Eine Vereinsgründung ist mit vielen Gesprächen, Überlegungen und Diskussionen verbunden. Doch bei kaum einem Thema waren wir uns so schnell einig: Wir wünschen uns gleiche Chancen für alle Menschen. Doch ist das auch gerecht? Welcher Begriff umfasst am besten, was wir kurz-, mittel- und langfristig anstreben?

    Die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz ist ein wichtiges Merkmal eines jeden Rechtstaats. Als Grundlage einer freiheitlich-demokratischen Ordnung wird sie nicht nur im deutschen Grundgesetz sondern auch in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte betont. Ebenso selbstverständlich scheint, dass alle in der Gesellschaft gleiche Chancen haben sollten – sei es im Hinblick auf Teilhabe, auf Bildung, auf Beschäftigung oder den Zugang zu Sport. Faktoren wie Alter, Geschlecht, nationale oder soziale Herkunft sollten nicht darüber entscheiden, ob Menschen ein Sportangebot wahrnehmen, eine Sportanlage nutzen oder eine Führungsposition in einem Verein oder Verband übernehmen können.

    Bedeutet also nur Gleichheit auch Gerechtigkeit?

    Ganz so einfach ist es nicht. Denn häufig ist die Wahl eines Begriffes eine Frage der Abwägung, der Definition und Interpretation. Nicht anders verhält es sich in unserem Falle: Über das Wesen und Verhältnis von Gleichheit und Gerechtigkeit wird in der Philosophie, Ethik und politischen Theorie seit Jahrhunderten debattiert.

    In der englischen Sprache wird der gesellschaftliche Prozess und Zustand, der von uns und vielen anderen angestrebt wird, mit einer Vielfalt an Begriffen beschrieben – equality, justice, equity, fairness.Ein jeder davon deckt Vorstellungen ab, die andere Ausdrücke weniger berücksichtigen. Dies gilt auch für die Diskussion über Gleichheit und Gerechtigkeit.

    Manche erklären, Chancengleichheit sei eine empirische, also mess- und beobachtbare, Chancengerechtigkeit eine normative, also handlungsweisende und wertende Kategorie. Andere kritisieren Chancengleichheit als „sozialistische Gleichmacherei“ oder Chancengerechtigkeit als „konservativen Kampfbegriff“. Wieder andere betonen, dass entscheidend sei, ob Zustände ex-ante, im Voraus,oder ex-post, im Nachhinein,als gleich oder gerecht betrachtet werden.

    Das Für und Wider

    Wir von Equaletics haben uns nach langem Überlegen und Diskutieren dazu entschlossen, vorwiegend den Begriff „Chancengerechtigkeit“ zu nutzen.

    Drei der Gründe, die zu diesem Entschluss geführt haben, möchten wir kurz erläutern: Erstens schließen sich Chancengerechtigkeit und Chancengleichheit nicht gegenseitig aus. Ganz im Gegenteil: Es gibt eine große Schnittmenge. Der Kampf für gerechtere Strukturen geht beispielsweise häufig mit der Forderung nach gleichberechtigter Teilhabe einher. Zweitens werden mit Chancengleichheit zwar gleiche Chancen gefordert, nicht aber betont, auf welchem Niveau diese sich bewegen sollen. Demzufolge wäre das Nichtvorhandensein jeglicher Chancen in gewisser Weise chancengleich, nicht aber chancengerecht. Drittens, mit Blick auf sozioökonomische Disparitäten, vorhandene Diskriminierungen und weitreichende Unterrepräsentation, geht die Forderung nach gleichen Chancen in vielen Fällen nicht weit genug. Für eine aktive Überwindung der ungleichen Zustände bedarf es Lösungsansätzen, die über bloße Gleichheitsforderungen hinaus gehen (vgl. Affirmative Action). Häufig diskutiert werden in diesem Zusammenhang Quotenregelungen: Eine als ungerecht wahrgenommene Situation, etwa mangelnde Repräsentation von Frauen* oder Minderheiten, wird regulativ begegnet. Im Bestfall werden derartige Regelungen langfristig überflüssig, da durch den Abbau struktureller und systematischer Benachteiligung, zunehmend chancengleiche Strukturen etabliert werden.

    Wir sind davon überzeugt, dass eine Gesellschaft, die allen Menschen gleiche Chancen ermöglicht, langfristig erreichbar ist. Bis dahin bedarf es, als Mittel zum Zweck, eines Ansatzes, der sensibel für bestehende Benachteiligungen, unterschiedliche Kontexte und Lösungsansätze ist. Vor diesem Hintergrund bedienen wir uns des Begriffs der Chancengerechtigkeit.

    Wortwahl ist entscheidend. Wir hoffen, der Notwendigkeit sorgsamer Differenzierung sowie der Komplexität der Thematik mit unserer Forderung nach Chancengerechtigkeit angemessen Rechnung zu tragen. Nichtsdestotrotz zählt am Ende das, was wir tatsächlich für eine chancengerechte und gleichberechtigte (Sport-) Welt leisten.

  • Der nächste Meilenstein ist erreicht

    Auf dem ersten Blick ist ein Verein eine coole Sache. Gemeinsam mit vielen anderen Engagierten stellt man spannende Projekte auf die Beine, um so im Idealfall einen Mehrwert für die Gesellschaft zu leisten. Bevor es dazu jedoch kommt, steht eine Menge Bürokratie an. Denn einen Verein gründet man nicht eben mal so per Mausklick auf einer Webseite. Stattdessen Bedarf es einiges an Vorbereitungen und Mindestanforderungen, die erfüllt werden müssen, bevor man offiziell den Zusatz e.V. tragen darf.

    Im Wesentlichen sind folgende Dinge entscheidend für eine Vereinsgründung:

    1. Die Satzung
    2. Das Finden von sieben Gründungsmitgliedern
    3. Das Veranstalten einer Gründungsversammlung

    In der Theorie klingt dies gar nicht mal so schwer. Doch in der Praxis war es gerade für uns eine Herausforderung. Zwar sind all unsere Mitglieder im Sport Zuhause und auch aktive Vereinsmitglieder, doch einen Verein selbst gegründet hat noch niemand. So stand zu Beginn erst einmal eine Menge Recherchearbeit an: Wie gründet man? Was sind Voraussetzungen? Was sind die Kosten? Danach standen zahlreiche Stunden an Diskussionen an, denn in der Satzung werden einige Grundsatzentscheidungen getroffen: Was ist das Ziel des Vereins? Wie groß soll der Vorstand sein? Wer darf Mitglied werden? Keine Entscheidungen, die einfach so getroffen werden.

    Darauf basierend wurde zudem eine Beitragsordnung erarbeitet. Hier war die größte Herausforderung, die Beiträge so zu wählen, dass der Verein ein gewisses Budget für die Umsetzung seiner Projekte hat, gleichzeitig aber auch die finanziellen Möglichkeiten seiner Mitglieder im Blick hat. Daher wurde verschiedene Beitragsklassen erarbeitet, die den Mitgliedern und ihren Lebensumständen entgegenkommen sollen.

    Digital statt Analog

    Unser „größtes Problem“ war schließlich tatsächlich die Gründungsversammlung. Im Normalfall findet diese am Gründungsort statt, mindestens sieben sogenannte Gründungsmitglieder sind vor Ort und verabschieden die Satzung und unterschreiben diese. Doch da unsere Mitglieder über die gesamte DACH-Region verstreut sind und zudem die Coronafallzahlen immer weiter anstiegen, war eine Präsenzveranstaltung keine Option. Stattdessen wurde zahlreiche Notar*innen, Amtsgerichte und Sportanwälte kontaktiert, ob auch eine Online Gründungsversammlung rechtens ist. Der generelle Tenor: Eine Onlinegründung ist dieser Art ist uns noch nicht untergekommen. Je nach Bundesland gibt es hier zudem nochmal andere Anforderungen.

    Nach schier endlosen Stunden der Vorbereitung, Diskussion, Erarbeiten von Satzung, Beitragsordnung und Co und Recherche fand die Gründungsversammlung schließlich am 26.10.2020 statt. Die Leitung übernahm Lisa Steffny und das Protokoll führte Swenja Horter. Satzung und Beitragsordnung wurden einstimmig verabschiedet, genauso wie der Vorstand bestehend aus Stefan Morlock (1. Vorsitzender), Lisa Kalina (2. Vorsitzende), Swenja Horter (Finanzen), Nika Daiber und Lisa Steffny (Kommunikation).  Stefan und Nika wurden dabei auf zwei Jahre, die anderen Mitglieder auf ein Jahr gewählt. Zwar besteht der Vorstand diesmal aus vier Frauen und nur einem Mann, langfristig ist jedoch eine Parität angestrebt. Am Ende der Veranstaltung wurde die verabschiedete Satzung von allen Gründungsmitgliedern digital unterschrieben und gemeinsam mit dem Gründungsprotokoll bei einer Notarin eingereicht, die nun die Gründung in die Wege geleitet hat. Die erarbeitete Satzung und Beitragsordnung sowie ein Kodex sind zudem auf unserer Webseite bei „Über Uns“ zu finden.

    Der Weg bis zur Gründungsversammlung war für alle Beteiligten eine intensive Zeit, doch dadurch wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht und die Mitglieder freuen sich bereits jetzt, dass die Arbeit von Equaletics nun bald richtig starten kann.