• Pressespiegel / Juni

    Oftmals reicht ein Blick in die Medien aus, um zu sehen: Es gibt noch viel zu tun. In dieser Rubrik fassen wir für euch regelmäßig Ereignisse zusammen, die zeigen, dass es in der Sportwelt noch viel zu tun gibt, aber auch Fälle, die Anlass zur Hoffnung geben.

    Rassismus im Fußball – Sportschau

    Struktureller Rassismus im Sport war bisher fast nur in den USA erforscht. Aber wie sieht es aus mit dem deutschen Profifußball? Eine Dokumentation über offenen Hass, versteckte Ungerechtigkeit und ein bisschen Hoffnung.

    Zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=2moYkzuCDHM

    We all rise with more eyes

    DAZN has acquired global rights to broadcast the UEFA Women’s Champions League and, to further grow the sport, has entered into a partnership with YouTube that will make the competition free for fans around the world for the very first time. This groundbreaking move reflects a deep-rooted belief shared by DAZN, YouTube, and UEFA in the unstoppable ripple effect more eyes will have on taking the women’s competition to new heights – where it belongs – while turning even more incredible athletes into household names and inspiring the next generation of players along the way.

    Zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=qxF40zSjFCw

    Gleichberechtigung? Im Sport gibt es die nicht

    Angefangen bei der Bezahlung bis zur Berichterstattung haben Spitzensportlerinnen in Deutschland oft das Nachsehen gegenüber Männern. Wie kann sich das ändern? 

    Weitere Infos: https://www.berliner-zeitung.de/wochenende/gleichberechtigung-im-sport-gibt-es-die-nicht-li.165089?fbclid=IwAR0RjR8LRoNqrzrolT3G_d6FRJ2GQMleouhcVAe9MGCpH-8NiA3MMyOKSjM

    Wie ‚The Good Run‘-Gründerin Kathi Hoffmann das Laufen nachhaltiger machen will

    Kathi Hoffmann hat schon an unzähligen Laufveranstaltungen teilgenommen, selbst welche organisiert und ihr Wissen bei Vorträgen weitergegeben. Was sie aber bislang vermisst hat: Einen Ort für die neue, nachhaltige Laufkultur. Deshalb hat sie in diesem Jahr „The Good Run“ gegründet und erzählt uns von ihrem Weg dorthin und was sie damit vorhat.

    Weitere Infos: https://www.sportfrauen.net/frauen-im-sportbusiness/wie-good-run-gruenderin-kathi-hoffmann-das-laufen-nachhaltiger-machen-will

    Kristina Vogel im Interview: Dank Leistungssportler-DNA wieder zurück im Leben

    Ein Trainingsunfall veränderte 2018 das Leben von Olympiasiegerin Kristina Vogel schlagartig. Mit Sportfrauen spricht sie über die Zeit danach, Olympia in Tokio und darüber, dass beim Thema Inklusion noch sehr viel Nachholbedarf in Deutschland besteht.

    Weitere Infos: https://www.sportfrauen.net/frauen-im-sportbusiness/wie-good-run-gruenderin-kathi-hoffmann-das-laufen-nachhaltiger-machen-will

    Flörsch schimpft über W-Series

    DTM-Fahrerin Sophia Flörsch erneuert ihre Kritik an der W-Series. Die Ergebnisse würden zeigen, warum eine Rennserie nur für Frauen der falsche Weg sei.

    Weitere Infos: https://www.sport1.de/motorsport/2021/06/w-series-sophia-floersch-erneuert-kritik-an-frauen-serie

  • „Rolle(n) Vorwärts: Geschlechtergerechtigkeit im Sport“: Review

    Das digitale Fortbildungsangebot „Rolle(n) Vorwärts: Geschlechtergerechtigkeit im Sport“ vermittelt Teilnehmenden ein grundlegendes Wissen über Geschlecht, Geschlechtszuschreibungen und Diskriminierung im Sport und Alltag. Sie richtet sich an alle Interessierten und Rolleninhaber*innen im Sport. Konzipiert wurde sie vom Landessportbund NRW in Kooperation mit der FUMA NRW. In der Fortbildung geht es um die soziale und gesellschaftliche Bedeutung von Geschlecht. Im Fokus steht dabei dessen soziale Konstruktion und die Auswirkungen von Geschlechtervorstellungen auf Lebensverläufe und -situationen von Personen. Kerninhalte sind Heteronormativität, Geschlechternormen, Diskriminierung sowie sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, sowohl im Kontext des alltäglichen Lebens als auch sportspezifisch.

    Einige Begriffe in der Einleitung haben dir gar nichts gesagt? Dann ab in die Fortbildung! Mitnehmen kannst du ein generelles Verständnis für die Kerninhalte, einen kleinen Werkzeugkoffers für die Vereinsarbeit und persönlichen Sensibilisierung. Dich erwartet eine große Vielfalt an Themen, die mit diversen Medien und Methoden aufbereitet wurden. Beginners are welcome.

    Unsere Praktikantin Jana hat gemeinsam mit einigen anderen Teilnehmenden festgehalten, warum Personen im Sport diese Fortbildung absolvieren sollte und an Stellschrauben noch zu drehen sind.

    Hard Facts

    Die Fortbildung ist ein digitaler Selbstlernkurs und damit zeit- und ortsungebunden. „Rolle(n) vorwärts“ ist kostenfrei und ohne zeitliches Limit absolvierbar. Der Zeitumfang beträgt ca. 12 Stunden. Es müssen 16 Lerneinheiten absolviert werden (1 LE = 45 Minuten). Eine Anmeldung ist jederzeit möglich. Eine erfolgreiche Teilnahme kann als Lizenzverlängerung für Übungsleiter*innen C (Breitensport sportartenübergreifend), Vereinsmanager*innen C oder die Sonderlizenz „Selbstbehauptung und Selbstverteidigung“ angerechnet werden. Ihr findet das Fortbildungsangebot online auf www.sportbildung-online.de.

    Inhaltsangabe

    Die Fortbildung besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Teilen. Der erste Teil „Frauen* im Sport: Geschlechterklischees & Zuschreibungen“ beginnt mit einer Einführungslektion zu den „Gender Basics“. Hier wird zunächst einmal erklärt, was es mit den Konzepten Geschlecht und  Gender auf sich hat. In der Lektion 1 werden Geschlechterrollen in Sport und Alltag genauer unter die Lupe genommen. Wie entstehen Geschlechternormen? Woher wissen wir, dass Jungs blau und Mädchen rosa mögen? Anhand einiger Beispiele wird ein Verständnis für die Bedeutung von Geschlecht als soziale Konstruktion aufgebaut. Die historische Gewordenheit von Geschlechterzuschreibungen und die marginalisierte Position von Frauen wird anhand des Beispiels des „Hausfrauenparagraphs“ verdeutlicht. Um Ungleichheiten in der Gegenwart zu aufzuzeigen, werden die mediale (Re-)Präsentation und Bezahlungen (nicht nur im Spitzensport) aufgegriffen. In den folgenden zwei Lektionen geht es um die Themen: gendergerechte Sprache und Sexismus. Anschließend gibt es die Möglichkeit eine Lektion zu sexualisierter Gewalt zu bearbeiten, dies ist jedoch nicht verpflichtend. Die Teilnehmenden können individuell entscheiden, ob sie das Thema mit einbeziehen möchten. Nachdem im ersten Teil der Fortbildung immer wieder Ungleichheit und Sexismus angesprochen werden, wird in der abschließenden Lektion grundlegend erklärt, was unter “Diskriminierung” zu verstehen ist. Im zweiten Teil der Fortbildung „Geschlechtervielfalt im Sport“ wird auf dem erworbenen Wissen über Geschlecht und die soziale Eingebundenheit dessen aufgebaut. Hier steht die (strukturelle) Diskriminierung von LGBTIQA+ Personen im Vordergrund. Zunächst wird erklärt, was mit sexueller und geschlechtlicher Vielfalt gemeint ist. Anschließend wird auf die Lebensrealitäten und (rechtlichen) Situationen von inter*- und trans*-Personen eingegangen. Es werden sowohl grundlegende Informationen vermittelt als auch sportspezifische Einblicke gegeben. Abschließend wird Gendermainstreaming als Möglichkeiten der Förderung von Chancengleichheit in Sportvereinen präsentiert. Beide Kurse enden jeweils mit einem Rückblick auf die Inhalte der Lektionen und einem kleinen Test. Dieser kann so oft wie nötig absolviert werden und wird beim erfolgreichen Bestehen mit einer Teilnahmebestätigung belohnt.

    + Große thematische Bandbreite, Methodenvielfalt und Sensibilisierung

    Einige Dinge sind bei der Teilnahme am Kurs besonders positiv hervorgestochen. Die Lektionen und Inhalte sind anfänger*innenfreundlich aufgebaut. Alle Inhalte können mit den aufbereiteten Materialien bearbeitet oder nach eigenem Bedarf mit weiterführender Literatur intensiviert werden. Dadurch kann der Zeitaufwand selbst reguliert und Themen können nach Belieben vertieft werden. Die Lektionen sind mit einer Vielfalt an Methoden ausgeschmückt, hier werden alle Lerntypen fündig. Es werden kurze Videosequenzen und -reportagen, sowie Podcastfolgen herangezogen. Außerdem werden Grafiken und Schaubilder genutzt, um Inhalte zu visualisieren. Durch die interaktiven Elemente, Selbsttest, Rätsel und Rechercheaufgaben wird nicht nur Input geben, sondern die Teilnehmenden herausgefordert, selbst involviert zu sein und aktiv mitzuarbeiten. Besonders positiv hervorzuheben ist auch das Glossar. In der Fortbildung sind durchweg bestimmte Begriffe mit Erklärungen hinterlegt. Dies erleichtert das Verständnis von komplexeren Inhalten und Zusammenhängen. Mittels Reflexionsfragen werden die Teilnehmenden herausgefordert das Gelernte in die eigene Lebenswelt bzw. in den eigenen Verein zu übertragen und sich auf einer persönlichen Ebene mit den komplexen und teilweise belastenden Situationen auseinanderzusetzen. Dies unterstützt den Lerneffekt, da Verinnerlichtes und eigene Selbstverständlichkeiten in Frage gestellt werden können. 

    Generell sind die thematischen Schwerpunkte vielfältig und geben einen Überblick über die Lebenswelten und -situationen von FIN*A und LGBTQ*-Personen. Dabei werden alle gesellschaftlichen Ebenen abgedeckt, sowohl Alltägliches also auch Sportspezifisches, von Breitensport bis Spitzensport über Medien, Politik, Verein oder persönlichen Interaktionen. Die ausgewählten Schwerpunkte sind höchst aktuell, so dass eine Teilnahme an der Fortbildung Personen dazu befähigt, das aktuelle Geschehen, politische Debatten oder Sexismusvorwürfe besser einzuordnen. In den letzten Jahren wurde immer häufiger über sexualisierte Übergriffe im Sport gesprochen oftmals ohne die Sensibilität dieses Themas mitzudenken. In diesem Kurs wurde mit dem Thema sexualisierte Gewalt im Sport sehr sensibel umgegangen, etwa dadurch, dass es nicht Teil des Pflichtprogramms war. Außerdem wurden Trigger Warnungen und Hilfestellung zur Verfügung gestellt, so dass Teilnehmende ihre eigenen Grenzen wahren und selbst entscheiden können, ob sie dieses Thema bearbeiten können und möchten. Dadurch können die Teilnehmenden nicht nur Inhalte, sondern auch eine sensibilisierte Umgangsform mit in ihre Vereine und Lebenswelten nehmen.

    – Alles war super! und ein bisschen „Meckern auf hohem Niveau“

    Allgemein waren alle Stimmen, die uns erreicht haben, von dem Fortbildungsangebot positiv angetan. So sehr, dass kaum Kritik geäußert wurde. Die folgenden Kritikpunkte sind definitiv unter „Meckern auf hohem Niveau“ einzuordnen. Ein Angebot zu schaffen, das Alle gleichermaßen abholt, grenzt an eine Unmöglichkeit. Trotzdem finde ich es wichtig an dieser Stelle ein paar Punkte zu markieren über die ich – als Person mit Vorerfahrung im Bereich Gender und Queer Studies – gestolpert bin.

    Zum einen sind ein paar Begriffe, die in der Fortbildung fallen in ihrer Bedeutung offen geblieben. In der Fortbildung wurde sich dafür entschieden, die Begriffe Frau*/Mann* zu verwendet. Es wäre hilfreich, diese Begriffe mit einem Glossareintrag  zu hinterlegen, um nachvollziehen zu können, wer und was mit Frau* gemeint ist und Missverständnisse vorzubeugen. Generell wird Frau*/Mann* entweder als Selbstbezeichnung verwendet oder um zu zeigen, dass es sich Frau und Mann um sozial konstruierte Konzepte handelt. Manchmal wird der Begriff Frauen* genutzt, um „Frauen und andere (wie Trans*- Inter*- Oder Nicht-Binäre-Personen)“ zu beschreiben. Dies wäre jedoch nicht richtig. In diesem Fall wären die Begriffe FLINT* (FrauenLesbenInter*NichtbinärTrans*) oder FINT*A (FrauenInterNichtbinärTrans*Agender) eine sinnvolle Alternative. Zwischendurch wird von „Struktureller Diskriminierung“ gesprochen (zB Teil 1, Lektion 8, Seite 6, Karteikarte 9). Dies ist ein Konzept, das viele Menschen noch nicht kennen oder zur Gänze verstehen. Der Vorwurf von „Struktureller Diskriminierung“ innerhalb der Gesellschaft oder Organisationen und Institutionen fällt in öffentlichen Debatten immer häufiger. Eine Erklärung dieses Konzepts wäre deshalb hilfreich und sinnvoll.
    Ein paar weitere Kleinigkeiten: der Begriff nicht-binär wird zwar innerhalb einer Lektion ausführlich erklärt, hat aber noch keinen Glossareintrag. Diesbezüglich: im Glossar wird von „intersektionellen Ansätzen“ gesprochen, vielleicht wäre der Begriff „intersektionale Ansätze“ zielführender, da so direkt auf den überschneidenden Charakter und die Begriffsherkunft aus der Metapher Kimberlé Crenshaw angespielt wird. Außerdem wäre es für das eigenen Zeitgefühl angenehm, eine Fortschrittsanzeige innerhalb der Lektionen zu haben.

    Des Weiteren wäre es schön, wenn der Hinweis der Lektion über Sexualisierte Gewalt auch bei den Lektionen über Inter*geschlechtlichkeit und Trans* gegeben würde. Auch hier finden sich Passagen über Gewalterfahrungen, die für Betroffene ein sensibles Thema sein könnten. Eine Lösung wäre etwa „Content Warnings (CW)“ vor die entsprechenden Seiten oder Inhalte zu setzen. Ein wenig enttäuschend fand ich, dass auf der Teilnahmebestätigung, die jeweils nach Abschluss der Teile 1 und 2 ausgestellt wird, nur zwischen der Anrede Frau und Herr gewählt werden kann. Nachdem sich intensiv mit dem Thema geschlechtliche Vielfalt auseinandergesetzt wurde, wäre es schön gewesen, einen inklusiveren Weg zu finden, die Urkunde zu personalisieren. 


    Schade ist auch, dass viele Erklärvideos von einer „männlich gelesenen“ und/oder weiße Person bzw. Stimme moderiert werden. Dies ist keine Kritik an der Qualität des Inhalts, vielmehr möchte ich darauf aufmerksam machen, dass gesellschaftlich eine „männlich gelesene“ und/oder weiße Person als neutrale Wissenvermittlungsinstanz inszeniert wird. 

    Auch dies ist eine gesellschaftlich Machtfrage, steht im Zusammenhang mit Geschlechterzuschreibungen und sollte im Rahmen dieses Angebots mitgedacht werden.
    Auch aufgrund der gerade genannten Punkt kam zwischendurch das Gefühl, auf die Fortbildung richtet sich hauptsächlich an Cis-Personen. Dies ist keineswegs verkehrt, da mit dieser Fortbildung eine Lücke in der Aufklärungs- und Diversitätsarbeit geschlossen wird. Für die Zukunft wünsche ich mir, diese Angebote wären vielzähliger und für alle im Sport Involvierten verpflichtend.

    Fazit: Wir wollen mehr (Fortbildungen und Geschlechtergerechtigkeit)!

    Die Fortbildung ist auf jeden Fall weiterzuempfehlen. Besonders Anfänger*innen und Personen, die ein erstes Verständnis für Geschlechtergerechtigkeit aufbauen möchten, bekommen hier einen Überblick über die grundlegende Konzepte, Begriffe und Hintergründe. Nach dieser Fortbildung wissen alle Teilnehmenden, warum sie in ihrem Alltag und Sportkontext geschlechtergerechte Sprache und Förderprogramme brauchen. Die Entwickler*innen der Fortbildung haben ganze Arbeit geleistet. Die Fortbildung ist interessant, aufschlussreich und von aktueller Relevanz.

  • In eigener Sache: Werde Mitglied!

    Liebe Mitstreiter*innen,

    anstrengende und ereignisreiche Monate liegen hinter uns: Aus einer vagen Idee wurde ein fester Plan, aus groben Vorschlägen wurden konkrete Projekte, aus einer Initiative wurde ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Aus wenigen werden viele? Mit eurer Unterstützung ganz bestimmt!

    Unserem gemeinsamen Ziel von gerechten Chancen im Sport kommen wir nur dann näher, wenn möglichst viele Menschen einen kleinen oder großen Beitrag dazu leisten – ob aktiv oder passiv, finanziell oder ideell. Wie wäre es also mit einer Mitgliedschaft bei Equaletics? 

    Drei kleine Schritte für dich, aber ein riesen Sprung für uns:

    1. Wirf einen Blick auf unsere Website, in unsere Satzung und die Beitragsordnung.

    Findest du gut und unterstützenswert, was wir bereits machen oder noch vorhaben?

    • Ja? Dann lade den Mitgliedsantrag samt SEPA-Lastschriftmandat herunter, drucke und fülle beides aus.
    • Sende die unterschriebenen und eingescannten Formulare an hallo@equaletics.org

    Es ist ganz einfach – worauf wartest du noch?

    Wir freuen uns darauf, dich bald als neues Equaletics-Mitglied willkommen heißen zu dürfen!

    Liebe Grüße, 

    Dein Equaletics-Team

  • Pressespiegel / Mai

    Oftmals reicht ein Blick in die Medien aus, um zu sehen: Es gibt noch viel zu tun. In dieser Rubrik fassen wir für euch regelmäßig Ereignisse zusammen, die zeigen, dass es in der Sportwelt noch viel zu tun gibt, aber auch Fälle, die Anlass zur Hoffnung geben.

    Schnurrbart-Protest für die Gleichberechtigung

    Luise Böttger spielt seit vielen Jahren Tischtennis im Verein. Bei Wettkämpfen darf sie ihren Sport aber nicht so betreiben, wie sie will. Der sächsische Landesverband erlaubt keine gemischten Teams. Die 29-Jährige will das nun ändern.

    Weitere Infos: https://www.deutschlandfunkkultur.de/diskriminierung-im-tischtennis-schnurrbart-protest-fuer-die.966.de.html?dram:article_id=496515

    Niederlande erlauben gemischte Teams im Amateurfußball

    Ab der kommenden Spielzeit dürfen Männer im holländischen Amateurfußball gemeinsam mit Frauen spielen. Bisher mussten sie laut Reglement ohne deren Hilfe auskommen.

    Weitere Infos: https://www.zeit.de/sport/2021-05/niederlande-gemischte-teams-amateurfussball-frauen-fussballverband-knvb-regelaenderung?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.ecosia.org%2F

    Die erste Transgender-Athletin bei Olympischen Spielen?

    Das Thema Diversität findet im Sport immer öfter Beachtung. Meistens geht es dabei um Homosexualität oder Rassismus – spätestens zu Beginn der Olympischen Spiele wird aber auch die Transidentität in den Fokus rücken: Die erste offen lebende Transfrau geht in Tokio an den Start. 

    Weitere Infos: https://www.deutschlandfunk.de/gewichtheberin-laurel-hubbard-die-erste-transgender.1346.de.html?dram:article_id=497276

    Forderung: Der Fußball braucht mehr Frauen in der Spitze

    Neun prominente Frauen aus dem Fußball machen Druck auf Vereine und Verbände. In einem Positionspapier fordern sie mehr Geschlechtergerechtigkeit, gleiche Bezahlung und Sanktionen gegen Sexismus.

    Weitere Infos: https://www.sportschau.de/fussball/positionspapier-frauen-fussball-fuehrung-100.html

    Künzer: „Männerdominanz ist nicht zukunftsfähig“

    Zwei Tage lang wird bei der digitalen Kick-Off-Veranstaltung der „Female-Football-Academy“ über Frauen-Fußball, Diversität und Frauen im Fußball debattiert. Am ersten Tag sind sich die Beteiligten sicher: Es ist Zeit für Veränderungen. Am Samstag folgt der zweite Teil der Veranstaltung. 

    Weitere Infos: https://www.kicker.de/kuenzer-maennerdominanz-ist-nicht-zukunftsfaehig-805571/artikel#washare

    FIFA-Kongress entscheidet neu über Vergabe der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ und prüft neue Möglichkeiten für Wettbewerbe

    Der 71. FIFA-Kongress hat einstimmig beschlossen, das Bewerbungsverfahren für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ demjenigen der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ anzugleichen. Folglich wird der FIFA-Kongress künftig auch über die Ausrichter der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ entscheiden, wie es bereits bei der WM der Männer der Fall ist. Bislang war der FIFA-Rat dafür zuständig, zuletzt im Juni 2020, als in einem transparenten Verfahren Australien und Neuseeland zu den Veranstaltern der Endrunde 2023 gewählt wurden.

    Weitere Infos: https://de.fifa.com/who-we-are/news/fifa-kongress-entscheidet-neu-uber-vergabe-der-fifa-frauen-weltmeisterschafttm-u#71st-fifa-virtual-congress-council-meeting-2-x1687

    Missbrauchsvorwürfe im Tennis: Warum zog keiner die Reißleine?

    Ein im Tennis erfolgreicher Trainer aus dem Hamburger Umland soll über Jahrzehnte sexuell übergriffig gewesen sein. Ein mutmaßliches Opfer packt im Sportclub des NDR aus. Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt.

    Weitere Infos: https://www.ndr.de/sport/mehr_sport/Missbrauchsvorwuerfe-im-Tennis-Warum-zog-keiner-die-Reissleine,tennis1536.html

    Diese Sportarten sind erstmals olympisch – oder feiern ihr Comeback

    Vier Sportarten sind ganz neu im olympischen Programm, eine feiert ihr Comeback. Und auch in etablierten Disziplinen gibt es neue Wettkämpfe. Der Überblick.

    Weitere Infos: https://rp-online.de/sport/olympia-sommer/olympia-2020-welche-sportarten-neu-dabei-sind_aid-58050685

    Leichtathletik-Ikone Bechthold stirbt im Alter von 93 Jahren

    Mit Ilse Bechthold verliert die Leichtathletik eine Grande Dame des Sports. Dass Athletinnen heute überwiegend dieselben Wettkämpfe wie Männer bestreiten dürfen, ist auch ihr zu verdanken.

    Weitere Infos: https://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/leichtathletik-ikone-ilse-bechthold-stirbt-im-alter-von-93-jahren-17349107.html

    Hip um jeden Preis?

    Die deutsche 3×3-Basketball-Nationalmannschaft der Frauen hat noch die Chance, sich für die olympische Premiere ihrer jungen Trendsportart zu qualifizieren. Die Sportart ist schnell, actionreich, urban und lässt sich gut vermarkten – und passt damit genau ins IOC-Konzept.

    Weitere Infos: https://www.deutschlandfunk.de/olympische-trendsportart-3×3-basketball-hip-um-jeden-preis.1346.de.html?dram:article_id=497599

    Pionierinnen in Kirgisistan

    Dörte Pietron war die erst sechste Bergführerin in Deutschland, jetzt fördert sie den weiblichen Nachwuchs im Alpinismus. Sie hält „das Frauenthema“ für wichtig, ist aber auch davon genervt. 

    Weitere Infos: https://www.sueddeutsche.de/sport/alpinismus-dav-expeditionskader-bergsteigen-1.5299048

  • Equaletics beim Female Football Kongress vertreten

    Am 21. und 22.05.2021 wurde bei der digitalen Kick-Off-Veranstaltung der „Female-Football-Academy“ über Frauenfußball, Diversität und Frauen im Fußball debattiert. Schnell wurde klar: Die Zeit für Veränderungen ist jetzt!

    So ging es in der Auftakt-Diskussion zum Thema “Gleichstellung, Diversität & Empowerment im Fußball“ um die Frage, wie eine nachhaltige Chancengerechtigkeit im Fußball erreicht werden kann. Unter den Gäst*innen waren neben den ehemaligen Profispielerinnen Nia Künzer und Tugba Tekkal auch Christan Rudolph vom Lesben-und Schwulenverband Deutschland (LSVD) sowie Nina Probst von den Sportfrauen und Lisa Kalina von Equaletics eingeladen. Die einstündige Diskussion machte deutlich, dass es ein primäres Ziel sein sollte, Mädchen einen Zugang zum Sport zu ermöglichen. Derzeit wird zu wenig seitens des organisierten Sports dafür getan, Mädchen und Frauen an den Fußball zu binden und sportliche Vorbilder zu schaffen, zu denen sie aufblicken können. 

    Neben den strukturellen Fragen des Sports wurde auch das Positionspapier „Fußball kann mehr“ thematisiert, welches weitreichende Änderungen im Fußball verlangt. Von einer Frauenquote auf Führungsebene über gendersensible Sprache bis zur Veränderung von Rahmenbedingungen wurden Forderungen gestellt, die auch im Panel größtenteils Zustimmung fanden. Allerdings wurde deutlich, dass in dem Forderungspapier auch bewusste Aspekte nicht angesprochen werden: So merkte Tugba Tekkal an, dass keine Fußballerinnen mit Migrationshintergrund repräsentiert werden. Seitens Equaletics sprach Lisa Kalina sich dafür aus, dass auch der Zugang zum Sport für nicht-binäre Personen aufgegrifffen werden muss. Im Nachgang wurde dazu von Equaletics das Positionspapier „Fußball kann viel mehr“ erstellt, das diese Problematiken genauer beleuchtet und hier eingesehen werden kann.

    Insgesamt waren die zwei Kongresstage rund um das Thema Frauen im Fußball lehrreich und aufrüttelnd. Sie spornen uns dazu an, weiter aktiv für Gleichberechtigung einzustehen und durch unsere Arbeit bei Equaleticsdazu beizutragen, einen gleichberechtigteren Sport für alle zu ermöglichen. 

    Wenn Du auch Teil von Equaletics werden möchte, melde dich bei hallo@equaletics.de

  • Fußball kann viel mehr

    Neun Frauen – Acht Forderungen und ein erster Gedanke: Endlich! 

    Nicht Endlich!, weil jemand diese Forderungen stellt oder endlich diese laut ausspricht, denn diese Forderungen gibt es schon seit Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten. Sondern Endlich! finden diese Forderungen nun Gehör und werden von einer breiten Öffentlichkeit aufgegriffen.

    Nicht nur dafür gebührt Almuth Schult, Bibiana Steinhaus, Claudia Neumann, Gaby Papenburg, Helen Breit, Jana Bernhard, Katja Kraus, Katharina Kiel und Sandra Schwedler und dem Team um sie herum allen Respekt, denn sie sind Vorbilder und vereinen geballtes Fachwissen auf dem Gebiet. 

    Alle Forderungen sind unterstützenswert und auch wir von Equaletics stehen zu 100% dahinter. Wir schätzen es, dass nicht nur pauschale Aussagen wie “Ihr müsst mehr für Frauen im Fußball tun” in den Raum geworfen, sondern konkrete Forderungen formuliert wurden.

    Doch bei aller Euphorie und entfachten Diskussionen rund um das Thema, sollten ein paar Dinge jedoch nicht vergessen werden. 

    Nur ein Teilaspekt 

    Am 21.05. fand der erste Female Football Academy Kongress statt. Den Start der Veranstaltung machte eine Diskussion rund um Diversität im Fußball. Mit auf dem Podium dabei: Tugba Tekkal, Nia Künzer, Christian Rudolph, Nina Probst und von Equaletics Lisa Kalina. Tugba Tekkal ließ dabei einmal den Satz fallen: “Ich hab nichts gegen Großdenken”. Liebe Tugba: Wir auch nicht! 

    Bei der Diskussion rund um die Neustrukturierung des deutschen Fußballs herrscht weitestgehend Konsens über das übergeordnete Ziel: Einen zukunftsfähigen Fußball für alle schaffen! 

    Die Lösung der Anfangs genannten Aktion “Fußball kann mehr”: Mehr Frauen in Führungspositionen bringen und entsprechende Strukturen schaffen. Ist das die Lösung des Problems? Ja! Aber wir finden auch: Nicht ausschließlich. 

    Fußball für alle bedeutet mehr, als einen Fußball für Männer und Frauen. Es bedeutet auch einen Fußball zu schaffen, der geschlechtliche und sexuelle Vielfalt auch außerhalb des binären Systems lebt und zelebriert. Ein Fußball, in dem sich jung und alt wiederfinden. Menschen mit familiärer Einwanderungsgeschichte, Menschen mit und ohne Behinderung, Menschen jeden Bildungsgrades und aus allen sozialen Klassen und Menschen jeder Religion oder eben Nicht-Religion eine Platz haben und sich willkommenfühlen.

    Wir finden: Wenn wir den Fußball revolutionieren, dann radikal! Wir wollen in zwei Jahren nicht die gleiche Diskussion erneut führen. Hier und jetzt sollen alle Menschen und ihre Vielfalt im gesamten Fußball repräsentiert werden. 

    Daher haben wir uns die Freiheit genommen, die Forderungen ein bisschen zu modifizieren: 

    1. Verbindliche Diversitäts-Quote für Fußballverbände von mindestens 50%, die Personen aus jeglichen marginalisierten Gruppen miteinbezieht (wovon mindestens 30% mit Frauen* besetzt werden müssen) (etwa im Präsidium, Vorstand, Geschäftsführung) bis 2024

    2. Verbindliche Diversitäts-Quote von mindestens 50% für alle marginalisierten Gruppen (wovon mindestens 30% mit Frauen* besetzt werden müssen)  in Aufsichtsräten sowie die Besetzung eines jeden (Club-) Vorstandes/Geschäftsführung von allen Männer und Frauen- Profiligen mit mindestens einer Frau, einer Person aus der LGBTIQ*+ Community, einer Person of Color und einer Person mit Behinderung

    3. Diverse Besetzung auf der zweiten Führungsebene bei Verbänden und Clubs bis 2024 

    4. Gezielte Programme zur Herstellung der Chancengerechtigkeit für marginalisierte Gruppen für die sportnahen Bereiche in den Clubs (Trainer*innen, Scouting, Nachwuchsleistungszentren, Trainer*innenlizenz, Managementprogramme usw.)

    5. Gehaltstransparenz – Gleiche Bezahlung für den gleichen Job auf jeder Hierarchiestufe

    6. Die Veränderung der Rahmenbedingungen, die marginalisierte Personen und Diversität in der Organisation stärken (Recruiting, Personalentwicklung, Karriereplanung, Female-Mentoring- Programme, Vereinbarkeitsregelungen, Führung in Teilzeit, Infrastruktur am Arbeitsplatz usw.)

    7. Eine diskriminierungsfreie Sprache auf allen Ebenen des Fußballs

    8. Konsequente Sanktionierung jeder Form von Diskriminierung, auch außerhalb des Platzes und den Ausbau und die Förderung entsprechender Anlaufstellen für Betroffene

    Miteinander statt gegeneinander

    Ein weiteres Anliegen ist uns zudem ziemlich wichtig: In den letzten Tagen und Wochen verging kaum ein Tag, an dem “DER DFB” keine Schlagzeilen schrieb und an dem auf ihn eingeprügelt wurde. Doch wer in der Diskussion immer pauschal von “DEM DFB” schreibt, beweist nur, dass er*sie sich entweder nie intensiver mit der Organisation des Verbands auseinandergesetzt hat oder einfach nur polarisieren möchte. Der DFB ist mehr als die wenigen Personen, die sich gerade sehr medienwirksam geäußert haben und definitiv zurecht kritisiert werden. Der DFB ist genauso seine 500 Mitarbeiter*innen.

    500 Mitarbeiter*innen, die nicht wegen des Geldes beim DFB arbeiten, denn anderweitig kann man sicher mehr verdienen. Sondern 500 Mitarbeiter*innen, die den Fußball eben auch lieben. Die versuchen progressive Ideen auf den Weg zu bringen. Die sich den Kopf darüber zerbrechen, wie man Vielfalt fördern und Frauen im Sport stärken können. Die eine Anlaufstelle für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt sowie Anlaufstellen in jedem Landesverband für Gewalt- und Diskriminierungsfälle eingeführt haben. Die Leadership Programme auf den Weg gebracht haben, das Thema Umwelt im Fußball voranbringen, internationale Programme umsetzen und noch vieles mehr.

    Und 500 Mitarbeiter*innen, die verzweifeln und um ihren Job bangen, wenn wieder einmal “der DFB” kritisiert wird, wofür sie nichts können und wenn sie von Freund*innen und Bekannten angesprochen werden, was sie jetzt wieder gemacht haben.  500 Mitarbeiter*innen, denen jeder Schritt in die richtige Richtung als Green oder Social Washing ausgelegt und deren Arbeit massiv eingeschränkt wird. Und 500 Mitarbeiter*innen, die an den gleichen Herausforderungen scheitern wie wir: politischen, gesellschaftlichen, finanziellen und sportpolitischen Herausforderungen. Veränderung geschieht nicht über Nacht und braucht definitiv auch kritische Worte, aber die immer und immer wieder zu kritisieren, die eigentlich auf der richtigen Seite stehen, ist sicherlich nicht die Lösung. 

    Um den Fußball tatsächlich zu revolutionieren braucht Mut, Courage, Optimismus, progressive Lösungsansätze, Durchhaltevermöge, kompetente Menschen und noch einiges mehr. Aber vor allem braucht es eins: Zusammenhalt. Was dabei rauskommt, wenn nicht mit-, sondern gegeneinander gearbeitet wird, haben wir in den letzten Wochen, Monaten und Jahren zu genüge gesehen. Und zu  einer guten Zusammenarbeit und Veränderung wollen auch wir von Equaletics einen Teil beitragen. Wenn es uns allen gelingt unsere Kräfte und Visionen zu bündeln, dann kann der Fußball nicht nur mehr, er kann viel mehr!

  • Ein Zeichen für mehr Akzeptanz

    Der Sport, seine Organisationen und Vereine weisen immer wieder auf ihren inklusiven Charakter hin. So heißt es in der von der 44. Sportministerkonferenz herausgegebenen „Bremer Erklärung“:

    „Der organisierte Sport in Deutschland ist inklusiv und ermöglicht die Teilhabe aller Menschen am aktiven Sporttreiben wie auch an sportlichen Veranstaltungen. Er steht allen Mitgliedern der Gesellschaft gleichermaßen offen, unabhängig von Geschlecht, geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder Alter.“ 

    Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) betont sowohl in seiner Satzung als auch in seinem Ethikkodex dieses Selbstverständnis. So gibt er als einen seiner Zwecke und Aufgaben „die Förderung von Integration & Vielfalt sowie der Verhinderung und Beseitigung von Diskriminierung, insbesondere im Hinblick auf die soziale oder ethnische Herkunft oder eine behauptete „Rasse“, den Glauben, das Alter, das Geschlecht, die sexuelle Identität oder einer Behinderung“ an. 

    Mit Blick auf die Bekämpfung von Homo-, Trans- und Interfeindlichkeit sowie die Förderung von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt gibt es bereits einige Maßnahmen im organisierten Sport, u.a. vom DFB. Im Januar 2021 nahm zum Beispiel die DFB-Anlauf- und Kompetenzstelle für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt, „Team out & proud“, unter Leitung von Christian Rudolph und in Zusammenarbeit mit dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) ihre Arbeit auf. Einige Monate zuvor veröffentlichte der DFB zudem seinen Vielfaltspot „Für alle“ und anlässlich des Global Pride Days wurde vor der Geschäftsstelle die Regenbogenflagge gehisst. 

    Trotz der genannten sowie vielen weiteren Versprechen und Maßnahmen zeigt die Realität, dass der Lesben-, Schwulen, Bisexuellen-, Trans*-, Inter*-, Queer-Community (LSBTIQ+) der Zugang zum Sport nach wie vor erschwert wird bzw. sie dort homo-, trans- und interfeindliche Erfahrungen machen. Mit diesen Erfahrungen beschäftigte sich 2018 das europaweite Projekt „OUTSPORT“ intensiver. In Deutschland haben 858 Personen an der Onlinebefragung teilgenommen, wovon 25% noncisgender waren. Rund 20% der Befragten gaben an, dass sie sich aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und / oder Geschlechtsidentität aus bestimmten Sportarten ausgeschlossen fühlen. Der Fußball wurde hier besonders oft angeführt (27%). Bei trans* Personen lag der Anteil deutlich höher (56%), wobei besonders trans* Frauen betroffen sind (73%). 95% der Befragten haben zudem das Gefühl, dass es ein Problem mit Homo- und Transphobie gibt und 45% nehmen trans- und homofeindliche Sprache im Sport wahr. 40% der Befragten trans* Personen gaben an, dass sie in den letzten zwölf Monaten von Anfeindungen, Diskriminierung und / oder Gewalt betroffen waren. 

    Gemeinsam mit X-ONE möchten wir gerne einen Beitrag dazu leisten, für einen offeneren und bunteren Sport einzutreten, wohlwissend, dass ein Handschuh mit der Philly Pride Flag oder in den Farben der trans* Flagge die Welt nicht grundlegend verändern wird. Jedoch sind Sensibilisierung und Sichtbarkeit ein wichtiger Teilaspekt und wir glauben fest daran, dass bereits kleine Zeichen wie eben unser Handschuh dazu einen Beitrag leisten können.

    Ihr möchtet ebenfalls ein Zeichen setzen? Dann könnt ihr unseren Handschuh nun unter Angabe des Modells, der Größe und eurer Lieferadresse unter folgender E-Mail-Adresse vorbestellen: office@xone-keeper.pro 

    Die Kosten belaufen sich auf 69€. Ein Teil der Einnahmen fließt in die Arbeit von Equaletics, um so weitere Maßnahmen für die Förderung von mehr Chancengerechtigkeit im Sport umzusetzen. Voraussichtliches Lieferdatum der Handschuhe: Mitte Juni. 

  • IDAHOBIT: Der Sport zwischen Vielfalt und Ausgrenzung

    Eine heteronormative Ordnung im Sport wird immer zu Ausschluss und Verletzung führen. Geschlechtliche und Sexuelle Vielfalt ist nicht etwa eine Besonderheit, sondern Teil unserer globalen Realität. Die misogyne Logik des Sports sorgt nicht nur dafür, dass FLINTA* (Frauen, Lesben, Inter*, Nicht-Binäre, Trans*, Agender) diskriminiert, ausgeschlossen und abgewertet werden, sondern auch schwule/bisexuelle Männer und Menschen Gewalt erfahren und unsichtbar gemacht werden. Sich gegen Homo-, Bi-, Inter*-, Trans*-Feindlichkeit einzusetzen, heißt auch Betroffenen zuzuhören, zu unterstützen und sich selbst zu fragen, inwiefern mensch selbst dazu beiträgt dieses System aufrecht zu erhalten.

    Heute ist der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter*- Trans*-Feindlichkeit. Doch Diskriminierung sollte nicht nur an einem Tag im Jahr, sondern grundsätzlich sichtbar gemacht und entgegengetreten werden. Höchste Zeit, dass Equaletics-Mitglied Jana den Sport genauer unter die Lupe nimmt und aufzeigt, dass auch der Sport an einigen Stellen  Homo-, Bi-, Inter*- Trans*-feindlich ist. 

    Content Warning: Gewalt- und Ausschlusserfahrungen von LGBTQIA*-Personen

    Egal, wohin man im Sport schaut, die Einteilung ist oftmals recht klar: Es gibt Klassen für Männer und es gibt Klassen für Frauen und damit verknüpft klare Vorstellungen, wie die Athlet*innen auszusehen und sich zu verhalten haben. 

    Damit ist die Diskriminierung von inter*- und trans*identen, sowie homosexuellen und bisexuellen Personen fast schon vorprogrammiert.  Diese Diskriminierung tritt in verschiedenen Facetten auf, angefangen von verbalen Angriffen über einen Ausschluss vom Sport bis hin zur körperlichen Gewalterfahrungen. 

    Das Hauptproblem des Sports: Geschlechtsidentität wird anhand von biologischen Merkmalen festgemacht. Dabei wird ignoriert, dass Geschlecht viel mehr ist als, eine biologische Disposition und nicht immer dem Gedanken der Zweigeschlechtlichkeit folgt. 

    Die enge Verknüpfung von Sport (insbesondere Fußball) und Männlichkeit führt dazu, dass vor allem homosexuelle Sportler sich nur schwerlich outen können und Angst haben müssen, Gewalt und/oder ein Karriereende in Kauf zu nehmen. Im Kontext von hegemonialer Männlichkeit Schwul-sein mit Feminin-Sein in Verbindung gebracht wird und eine „verweiblichte Männlichkeit“ als defizitär und Gegenteil zur sportlichen Männlichkeit gesehen wird. Diese Vereinnahmung des Sports durch hegemoniale Männlichkeit wirkt sich ebenfalls auf die Sportlerinnen aus. So wird Fußballerinnen oftmals pauschal unterstellt, lesbisch zu sein, da sie eine „männliche“ Tätigkeit ausführen. Lesbische Personen hingegen sind (insbesondere wenn sie nicht normativer Weiblichkeit entsprechen) im Sport nicht gern gesehen, da Frau-Sein auch maßgeblich durch das Begehren des Mannes definiert wird. Und sie dieses Verständnis stören. 

    Menschen, die sich als trans* oder inter*ident, homo- oder bisexuell identifizieren, finden so nur schwerlich einen Platz in der Welt des Sports und werden nur selten sichtbar.

    Eine heteronormative Ordnung im Sport wird immer zu Ausschluss und Verletzung führen. Geschlechtliche und Sexuelle Vielfalt ist nicht etwa eine Besonderheit, sondern Teil unserer globalen Realität. Die misogyne Logik des Sports sorgt nicht nur dafür, dass FLINTA* (Frauen, Lesben, Inter*, Nicht-Binäre, Trans*, Agender) diskriminiert, ausgeschlossen und abgewertet werden, sondern auch schwule/bisexuelle Männer und Menschen Gewalt erfahren und unsichtbar gemacht werden [1]. Sich gegen Homo-, Bi-, Inter*-, Trans*-Feindlichkeit einzusetzen, heißt auch Betroffenen zuzuhören, zu unterstützen und sich selbst zu fragen, inwiefern mensch selbst dazu beiträgt dieses System aufrecht zu erhalten. 

    Denn, wie Megan Rapinoe sagt:

    “You can’t win a championship without gays on your team – it’s never been done before, ever. That’s science, right there!” [2] – also: Go Gays!

    Diskriminierung gegen Inter*Personen am Beispiel Caster Semenya und Leichtathletikverband World Athletic

    Der moderne Sport basiert auf dem Leistungs-, Konkurrenz- und Rekordprinzip. Es gibt Gewinner*innen und Verlierer*innen, für alle gilt: der Start ist gleich, das Ergebnis ist ungleich und die Unterschiedlichkeit bestimmt die Platzierung. In der jüngeren Entwicklung kam es zu erstaunlichen Höchstleistungen und Rekorden, die sich nur durch Bruchteile einer Sekunde von den Ergebnissen der Konkurrent*innen abheben. Um Chancengerechtigkeit und einen fairen Wettkampf zu garantieren, wird es deshalb immer wichtiger, die im Sport versprochene Gleichheit der Ausgangslage für alle Sportler*innen zu wahren. Die Kategorisierung nach Geschlecht in eine Wettkampfklasse für Frauen und eine für Männer soll dies ermöglichen. Denn das Geschlecht gilt als natürlicher Indikator für die generelle Leistungsfähigkeit einer Person. 

    Caster Semenya ist eine der besten Läuferinnen Südafrikas. Sie ist zweifache Olympiasiegerin und dreifache Weltmeisterin auf der 800-Meter-Strecke. Doch mit ihrem Debüt 2009 begann nicht nur ihre Siegesserie, sondern auch die Spekulationen über ihre geschlechtliche Zugehörigkeit. Denn Semenyas Körper produziert überdurchschnittlich viel Testosteron. Testosteron gilt als ‚das männliche Hormon‘. Wenn angeborene körperliche Merkmale auf genetischer, hormoneller oder anatomischer Ebene nicht allesamt entweder in die Kategorie‚weiblich‘ oder ‚männlich‘ fallen, nennt sich dies Intergeschlechtlichkeit (Inter*). Semenya identifiziert sich als Frau. Im Sport wird sie als Inter*Person kategorisiert.

    Die Bestimmungen der World Athletics zur Wettkampfklasse der Frauen legen Frau-sein anhand eines Maximalwerts von körpereigenem Testosteron fest. Semenya, deren Körper natürlicherweise diesen Maximalwert überschreitet, zählt somit als eine Person mit einem unfairen Vorteil. Sie gefährdet die Chancengleichheit des Wettkampfs. Im Kontext der Annahme einer überlegenen männlichen Physiologie wird Testosteron bei Frauen zum Kennzeichen eines unfairen körperlichen Vorteils.

    Hier machen wir eine kurze gedankliche Pause. Unfaire körperliche Vorteile? Kommt mir bekannt vor. Die Physiologie von Sportler:innen hat immer auch Einfluss auf ihre Leistung…Michael Phelps hat besonders große Hände (Schwimmen), Simone Biles (Turnen) ist besonders klein. Beiden verhilft dies zu Höchstleistungen. Niemand würde sagen dies sei unfair. Kein Mensch würde Medaillen und Titel zurückfordern. Und trotzdem, wenn es um das Geschlecht geht, wird daran festgehalten, dass ein Testosteronwert über 5 nmol pro Liter Blut ungerecht ist. Dabei gibt es hier keine aussagekräftige Studien, die eine Leistungssteigerung durch Testosteron belegen würden [3]. In der Leistungsklasse der Männer ist der Testosteronwert übrigens irrelevant, dabei variiert er ca. zwischen 12 und 30 nmol.

    Semenya darf laut World Athletics nur unter der Voraussetzung der Hormonsenkung in der Leistungsklasse der Frauen an den Start gehen (theoretisch dürfte sie aber bei den Männern starten). Semenya zog vor Gericht, doch die Regeln von World Athletics bleiben bestehen. Obwohl das Gericht festhält, dass Semenya durch die Bestimmungen Diskriminierung erfährt. So erweckt eine Kategorisierung in Leistungsklassen auf Basis des Geschlecht den Anschein, die einzige Möglichkeit zu sein die Werte des Sports zu konservieren. Sie erscheint als Notwendigkeit. Es wurde sich dafür entschieden das herrschende System der geschlechtlichen Leistungsklassen aufrecht zu erhalten, statt zu hinterfragen, ob das Geschlecht als ausschlaggebender Indikator für Leistungspotential geeignet ist. Caster Semenya soll aus der Leichtathletik bzw. ihren besten Disziplinen ausgeschlossen werden. Semenya jedoch gibt nicht auf. Trotz einiger Rückschläge hat sie sich entschieden vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu ziehen [4]. Ihr Kampf ist stellvertretend für alle Frauen und Inter*-Personen. Es ist ein Kampf für Sichtbarkeit, Chancengerechtigkeit und gegen Fremdbestimmung.

    „Alles, was wir möchten, ist die Erlaubnis frei zu laufen, als die starken und furchtlosen Frauen, die wir sind und immer waren.“ – Caster Semenya

    In diesem Kampf ist sie nicht allein. In der WDR Doku „Kampf ums Geschlecht“ (2017) konnten einige Sportler:innen zu Wort kommen, die aufgrund ihrer Intergeschlechtlichkeit Gewalt durch den Leichtathletikverband erfahren haben [5]. Sie berichteten von Ausschlüssen, Drohungen, Operationen ohne Einverständnis und Nachbehandlung. Die betroffenen Sportler:innen litten unter Depressionen, körperlichen Beschwerden und mussten teilweise Verfolgung und Exklusion in ihren Heimatländern befürchten. 

    Trans*-Personen und Trans*-Frauen im Sport

    Es wird deutlich Fairness in der Leistungsklasse der Frauen zu schaffen, scheint für den Sport eine schwierige Sache zu sein. Seit Frauen sich im 20. Jahrhundert einen Platz in den internationalen Wettbewerben erkämpft haben, müssen sie beweisen, dass sie auch wirklich Frauen sind. Mit dem Eintritt der Frauen in den Olympischen Sport im Jahre 1900 begann auch die Praxis der Weiblichkeitsüberprüfung. Seit den 1960er Jahren müssen Sportlerinnen sich immer wieder medizinischen sex tests unterziehen, die ihre Weiblichkeit verifizieren sollen. Diese Verfahren unterliegen einem stetigen Wandel entlang der medizinischen Erkenntnisaktualisierung. Wie oben dargelegt wird heutzutage die geschlechtliche Zuordnung anhand der Messung körpereigener Testosteron-Werte vorgenommen. Diese Überprüfung und Kategorisierung soll demnach dem Schutz von Frauen dienen und ihnen einen Raum im Sport geben, in dem sie wegen ihrer unterlegenen Weiblichkeit nicht von den leistungsfähigeren Männern aus dem Sport verdrängt werden können. Tatsächlich bestand früher die Angst Männer könnten sich als Frauen verkleiden und so probieren mehr Siege einzufahren. Wer letzten Endes als Frau bei einem Wettkampf teilnehmen darf ist und war schon immer streng reguliert.

    Jene Regeln betreffen aber nicht nur inter*geschlechtliche Personen, auch Trans*-Personen werden in den meisten Fällen aus dem Sport ausgeschlossen. Trans*Personen sind Menschen, deren bei Geburt zugewiesene Geschlecht und deren Geschlechtsidentität nicht übereinstimmt.

    Die Anwesenheit von Trans*-Personen im Sport wird kontrovers diskutiert [6]. Hier lässt sich kein globaler Trend erkennen. Stattdessen gibt es hier ein ständiges Hin und Her. 

    Einerseits wurden in den USA Regelungen eingeführt, die es Trans*Mädchen verbieten an den Schulwettkämpfen teilzunehmen [7]. Begründet wurde jene Entscheidung mit dem “Schutz von Cis-Frauen”. Dieses Argument kommt dir bekannt vor? Mir auch, meinetwegen hätte es ruhig im 20. Jahrhundert verweilen können.
    Andererseits hat sich neuseeländische Gewichtheberin Laurel Hubbard als erste Trans*Frau für die Olympischen Spiele in Tokyo qualifiziert [8]. In Israel gibt es die erste trans*gender Schiedsrichterin [9]. Layshia Clarendon setzt in der WNBA ein Zeichen, Layshia ist trans* und non-binary [10].

    Kontroverse Diskussionen gibt es auch im Rugby. Hier werden Trans*Frauen ausgeschlossen, weil aufgrund sie ihrer körperlichen Beschaffenheit Cis-Frauen eher verletzen würden. Wie kommt der Rugby-Verband auf diese Idee? In Schweden wurde eine Studie mit 11 Teilnehmenden durchgeführt, die Verletzungsrisiken zwischen ungleichen Spieler:innen erforschen sollte. Die Pointe: unter den Teilnehmenden war keine Trans*Frau. “Zahlreiche Spielerinnen haben die Entscheidung von World Rugby deshalb in den letzten Wochen scharf kritisiert. Auch der Deutsche Rugby-Verband lehnt diesen Regeländerungsvorschlag, wie auch viele andere nationale Verbände, mit aller Deutlichkeit ab” [11]. 

    Diskriminierung gegen Homo-, Bisexuelle, Trans*- und Inter*-Personen im Sport ist eng mit einer misogynen Einstellung verknüpft. Umso wichtiger ist es sich für Chancengerechtigkeit, Emanzipation und Selbstbestimmung von FLINTA* im Sport einzusetzen! Wir sind bunt, wir sind laut!

    Glossar

    Gender im Sport: https://gender-glossar.de/s/item/100-sport 

    Geschlecht: https://www.uni-due.de/genderportal/gender.shtml 

    Geschlechtsidentität: https://queer-lexikon.net/2017/06/15/geschlechtsidentitaet/ 

    Hegemoniale Männlichkeit: https://de.wikipedia.org/wiki/Hegemoniale_Männlichkeit 

    Heteronormativität: https://gender-glossar.de/h/item/55-heteronormativitaet 

    Intergeschlechtlichkeit/Inter*: https://inter-nrw.de/was-ist-intergeschlechtlichkeit/ 

    Misogynie: https://de.wikipedia.org/wiki/Misogynie 

    Transgender: https://queer-lexikon.net/2017/06/08/transgender/ 

    Transgeschlechtlichkeit/Trans*: https://gender-glossar.de/t/item/54-trans-geschlechtlichkeit 

    Zweigeschlechtlichkeit/Binarität:https://www.uni-due.de/genderportal/geschlechtergeschichte 

    Weitere Informationen

    [1]Wie Sexismus, Misogynie und LSBTIQ-Feindlichkeit zusammenhängen: https://www.regenbogenportal.de/informationen/wie-sexismus-misogynie-und-lsbtiq-feindlichkeit-zusammenhaengen 

    [2]https://www.theguardian.com/football/2019/jun/28/cant-win-without-gays-usa-megan-rapinoe 

    [3]https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/darum-ist-das-urteil-gegen-caster-semenya-so-umstritten/  

    [4]https://www.deutschlandfunk.de/umstrittene-regel-des-leichtathletik-weltverbandes-caster.890.de.html?dram:article_id=493181 

    [5]https://www.tagesspiegel.de/sport/ard-dokumentation-kampf-ums-geschlecht-der-grausame-umgang-mit-intersexuellen-im-sport/25062844.html 

    [6]https://www.deutschlandfunkkultur.de/trans-personen-im-spitzensport-wettkampf-als-politisches.966.de.html?dram:article_id=496516

    [7]https://www.deutschlandfunk.de/kulturkampf-im-sport-in-den-usa-wann-ist-eine-frau-eine-frau.890.de.html?dram:article_id=495716

    [8]https://www.deutschlandfunk.de/gewichtheberin-laurel-hubbard-die-erste-transgender.1346.de.html?dram:article_id=497276
    htps://onherturf.nbcsports.com/2021/05/13/laurel-hubbard-weightlifting-transgender-women-not-threat-womens-sports/

    [9]https://www.sportschau.de/newsticker/dpa-israels-erste-schiedsrichterin-mit-transgender-identitaet-story100.html 

    [10]https://www.outsports.com/2020/12/10/22167377/layshia-clarendon-wnba-trans-non-binary-genderqueer-basketball-instagram 

    [11]https://www.deutschlandfunk.de/protest-aus-den-eigenen-reihen-rugby-weltverband-schliesst.1346.de.html?dram:article_id=484418
    http://www.totalrugby.de/content/view/10346/46/

    http://www.totalrugby.de/content/view/10478/36/

  • Partnerschaft mit OnlyOffice

    Gerade in Zeiten von Social Distancing und Homeoffice gewinnen digitale Lösungen der Zusammenarbeit rasant an Bedeutung. Dies gilt nicht nur für Unternehmen und Bildungseinrichtungen, sondern insbesondere auch für deutschlandweit tätige Vereine wir Equaletics e.V.

    Leider sind Cloud-Lösungen gerade für junge, gemeinnützige Organisationen häufig kaum finanzierbar. Eine tolle Alternative bietet OnlyOffice mit der kostenlosen Cloud-Lösung für gemeinnützige Organisationen, Schulen und Mitwirkende. Dank der Partnerschaft wird Equaletics über eine zuverlässige Infrastruktur verfügen, die den Vereinsverantwortlichen digitales Co-Working an Lösungen für mehr Chancengerechtigkeit im Sport ermöglicht.

    Weitere Informationen zu OnlyOffice unter:

    https://www.onlyoffice.com/de/
  • Pressemitteilung: Hand in Hand für Chancengerechtigkeit – Kooperation zwischen Equaletics und X-ONE

    Der Verein Equaletics und X-ONE, Hersteller von Handschuhen für Torhüter*innen, bringen eine gemeinsame Kollektion auf den Markt.

    Köln, 30. April 2021 – Der Verein Equaletics und X-ONE, Hersteller von Handschuhen für Torhüter*innen, bringen eine gemeinsame Kollektion auf den Markt. Damit wird nicht nur ein klares Zeichen für mehr Vielfalt gesetzt, sondern auch konsequent gehandelt: Ein Teil der Erlöse wird direkt in die Förderung von mehr Chancengerechtigkeit im Sport investiert. 

    Trotz seiner Funktion als wichtige Säule gesellschaftlichen Lebens erfahren und erleiden viele Menschen im Sport regelmäßig Benachteiligungen. Ihnen wird aufgrund von Hautfarbe, Herkunft, Religion, geschlechtlicher Identität, sexueller Orientierung oder anderer Merkmale systematisch der Zugang zu Partizipation, Selbstverwirklichung und Engagement verwehrt.  

    Alexander Herzog von X-ONE: „Es ist die Aufgabe aller, die bewusst oder unbewusst von ungerechten Institutionen, Strukturen und Prozessen profitieren oder diese stützen, ihre Privilegien zu nutzen, Verantwortung zu erkennen und zu übernehmen, um deutlich Stellung zu beziehen und konsequenten Wandel voranzutreiben. Gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und reaktionäres Denken. Für Vielfalt, Fortschritt und gerechte Strukturen.“ 

    Ob Vereine, Verbände, Unternehmen oder Sportler*innen, ob öffentlich oder privat, politisch oder gesellschaftlich: Die Zeit von Lippenbekenntnissen und Doppelmoral sind vorbei. Darin sind sich Equaletics e.V. und X-ONE einig. Daher entstand schnell die Idee, eine gemeinsame Kollektion herauszubringen. 

    Lisa Steffny, Vorstandsmitglied von Equaletics e.V., zu der Zusammenarbeit: „Mit der gemeinsamen Entwicklung einer Handschuhkollektion möchten wir ein mutiges und unmissverständliches Zeichen für Vielfalt setzen und uns mit allen Personen solidarisieren, die wegen ihrer sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität, aufgrund von Race, Class oder anderen Ungleichheitskategorie benachteiligt und ausgeschlossen werden.“

    Neben Qualität und Komfort steht bei der X-ONE Equaletics Line also vor allen Dingen die Botschaft im Vordergrund: Gerechte Chancen sowie gleiche Rechte und Freiheiten für alle – ohne irgendeinen Unterschied!

    Um nicht nur auf dem Rasen Farbe zu bekennen, sondern auch neben dem Platz eine Verantwortung einzunehmen und nachhaltigen Wandel zu fördern, fließt ein Teil der Erlöse aus der Kollektion an Equaletics e.V. Vorsitzender Stefan Morlock dazu: „Mit den Mitteln werden wichtige wissenschaftliche und konzeptionelle Arbeit geleistet und drängende Herausforderungen angegangen. So wollen wir auch zukünftig weiter Chancengerechtigkeit im Sport fördern.“

    Mit Kooperationen machte Equaletics e.V. bereits zuvor gute Erfahrungen. Gemeinsam mit der Sportcrowdfunding-Plattform fairplaid schufen sie den #FemaleFutureAthletes Fördertopf in Höhe von 30.000€, der jungen Frauen und Mädchen im Sport zugutekommt. Mit Hilfe des Fördertopfs werden gezielt Projekte gefördert, die den Aufbau langfristiger und nachhaltiger Strukturen im weiblichen Nachwuchsbereich als Ziel haben. Der Fördertopf ist seit Januar dieses Jahres aktiv und wurde erst kürzlich mit weiteren 30.000€ aufgefüllt. In den ersten 3 Monaten konnten 15 Projekte mit einer Fundingsumme von insgesamt knapp 82.000€ und 1.505 Unterstützer*innen erfolgreich abgeschlossen werden. 

    Der Start der Kollektion ist für Juni 2021 geplant. 

    Über Equaletics e.V.: 

    Equaletics e.V. ist ein Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, mehr Chancengerechtigkeit im Sport zu schaffen. Dafür möchte der Verein jedoch nicht nur an einer, sondern gleich an mehreren Stellschrauben drehen. So soll unter anderem politische Arbeit geleistet und Missstände im Sport angegangen werden. Unterstützt wird dies durch Forschungsarbeit, die von Equaletics e.V. sowohl angestoßen als auch durchgeführt wird. Zudem initiiert der Verein konkrete Projekte, um Geschlechtergerechtigkeit im Sport zu fördern. Denn wir finden: Sport ist für alle da und es wird Zeit, dass dieses Ideal endlich Realität wird!

    Über X-ONE: 

    Alexander Herzog: „Ich bin mit meinem Unternehmen X-ONE jetzt seit über zwei Jahren erfolgreich auf dem internationalen Markt. Dabei habe ich mir als Ziel gesetzt, einen Profi-Torwarthüter*inhandschuh mit einem fairen Preis in höchster Qualität zu entwickeln, um damit junge Keeper*innen im Amateur- und Profibereich zu unterstützen und zu fördern. Da mir Gleichberechtigung und Integration sehr am Herzen liegt und ich mit diesem tollen Projekt ein Zeichen setzen kann, freue ich mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Equaletics und bin stolz, ein Teil davon zu sein.“

    PRESSEKONTAKT EQUALETICS:

    Stefan Morlock, Vorsitzender 

    E-Mail: stefan.morlock@equaletics.org

    Lisa Steffny, Vorstand Kommunikation

    E-Mail: lisa.steffny@equaletics.org
    Telefon: 0176 / 70887965

    Postfach 26 02 01, 50515 Köln

    www.equaletics.org

    Facebook / Instagram: @equal.etics. / Twitter: @equaletics

    PRESSEKONTAKT X-ONE: 

    Christian R. Hahn      
    E-Mail:  xonekeeper@gmail.com

    Tel.: +49 163 479 44 12

    Alexander Herzog / X-ONE

    office@xone-keeper.pro

    Tel.: +43 699 10 11 68 11

    Kirchenstraße 25

    3004 Ried am Riederberg

    Österreich

  • Pressespiegel / April

    Oftmals reicht ein Blick in die Medien aus, um zu sehen: Es gibt noch viel zu tun. In dieser Rubrik fassen wir für euch regelmäßig Ereignisse zusammen, die zeigen, dass es in der Sportwelt noch viel zu tun gibt, aber auch Fälle, die Anlass zur Hoffnung geben.

    Gewünscht, gefördert, gehasst – Frauen im Fußball-Geschäft

    Die eine ist Nationaltrainerin der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft, die andere die einzige Fußball-Kommentatorin in der ARD-Sportschau. Beide kämpfen für Anerkennung und Respekt von Frauen in der Männerdomäne Fußball. Im NDR 2-Bundesligashow-Podcast sprechen Martina Voss-Tecklenburg und Stephanie Baczyk schonungslos über ein knallhartes Geschäft.

    Weitere Infos: https://www.sportschau.de/regional/ndr/ndr-gewuenscht-gefoerdert-gehasst—frauen-im-fussball-geschaeft-story100.html?wt_mc=mail.sportschau.newsletter.Newsletter+der+Sportschau.link

    EM-Turnerinnen des DTB starten in langem Turn-Anzug

    Sarah Voss hat als erste Nationalturnerin bei einer EM ihre Übungen am Schwebebalken und Sprung erstmals in einem langbeinigen Turnanzug präsentiert.

    Weitere Infos: https://www.dtb.de/weitere-nachrichten/nachrichten/artikel/em-turnerinnen-des-dtb-starten-in-langem-turn-anzug

    Der Sport auf der Suche nach dem „Wir“

    Die „Denkfabrik“ des Deutschlandradios widmet sich in diesem Jahr Identitätsfragen. Im modernen Sport wird seit mehr als hundert Jahren die Frage gestellt: Wer darf mitmachen und wer bleibt draußen? Mal geht es um soziale Herkunft, mal um nationale Konflikte oder auch schlicht um Macht und Geld.

    Weitere Infos: https://www.deutschlandfunk.de/denkfabrik-2021-der-sport-auf-der-suche-nach-dem-wir.1346.de.html?dram:article_id=495713

    Wie Sprache und Medien Frauen im Sport benachteiligen

    Die Forschung zeigt: Frauen werden von Berichterstatter*innen systematisch verniedlicht, ihre Erfolge werden kleingeredet oder den Männern in ihrem Umfeld zugeschrieben. Außerdem werden sie als öfter als schwach bezeichnet und ihre Sportarten langweilig präsentiert. Und das ist noch nicht alles.

    Weitere Infos: https://nullzueins.net/2021/04/28/wie-sprache-und-medien-frauen-im-sport-benachteiligen/

    Gleiche Lei­den­schaft

    Spa­nien spricht über Frau­en­fuß­ball: Auf sexis­ti­sche Angriffe gegen Real-Tor­hü­terin Misa folgt eine Welle der Soli­da­rität, ange­führt von Marco Asensio und Sergio Ramos. Gleich­zeitig sorgt das Buch einer bekannten Sport­jour­na­listin für Auf­sehen – unter anderem wegen schwerer Vor­würfe gegen den lang­jäh­rigen Natio­nal­trainer.

    Weitere Infos: https://11freunde.de/artikel/gleiche-leidenschaft/3687954?position=seiteninhalt&seite=1#seiteninhalt

    PRESSEERKLÄRUNG ZUM NEUEN PROJEKT „ZUSAMMEN1“ GEGEN ANTISEMITISMUS IM SPORT

    „Zusammen1 – Für das, was uns verbindet“ – Gegen Antisemitismus im Sport ist ein Präventionsprojekt von Makkabi Deutschland in Kooperation mit dem Zentralrat der Juden in Deutschland.

    Weitere Infos: https://www.zentralratderjuden.de/aktuelle-meldung/artikel/news/presseerklaerung-zum-neuen-projekt-zusammen1-gegen-antisemitismus-im-sport/

    „SIE SIND EINFACH DAGEGEN“: STREIT UMS FRAUENSKIFLIEGEN WIRD ZUM POLITIKUM

    Der Kampf um das Frauen-Skifliegen wird zum Politikum: Olympiasiegerin Maren Lundby beklagt himmelschreiende Ungerechtigkeit, ein jäher Vorstoß von Norwegens Verband sorgt auch im deutschen Lager für Irritation. Dabei ist der am Samstag veröffentlichte neue Weltcup-Kalender der Frauen auch ohne einen Flug-Wettbewerb ein weiterer großer Schritt zur Gleichberechtigung.

    Weitere Infos: https://www.eurosport.de/skispringen/skifliegen-frauen-maren-lundby-streit_sto8278140/story.shtml

    Emma Hinze plädiert für Tour de France der Frauen

    Die dreimalige Bahnrad-Weltmeisterin Emma Hinze hat sich für die Einführung wichtiger Etappen-Radrennen für Frauen ausgesprochen.

    Weitere Infos: https://www.sport.de/news/ne4414418/radsport-emma-hinze-plaediert-fuer-tour-de-france-der-frauen/

    Queerer Volleyballer Patch – Von Utah nach Berlin

    Benjamin Patch ist der erste offen queere Spieler im deutschen Profisport. Mit den Berlin Volleys spielt er ab Donnerstag (08.04.2021) um den Meistertitel.

    Weitere Infos: https://www.sportschau.de/newsticker/dpa-queerer-volleyball-star-patch-wir-haben-die-stimme-story100.html

    Flyeralarm will Sponsorenverträge mit DFB kündigen

    Nach vielen Schiedsrichter-Fehlentscheidungen gegen die Würzburger Kickers in der 2. Bundesliga will die Online-Druckerei Flyeralarm ihre Verträge mit dem Deutschen Fußball-Bund kündigen.

    Weitere Infos: https://www.sportschau.de/newsticker/dpa-flyeralarm-will-vertraege-mit-dfb-kuendigen-story100.html

    Frauenfußball: Der neidische Blick nach England

    Auf der britischen Insel hat der Frauenfußball ganz andere Möglichkeiten als in Deutschland. Auch dank eines millionenschweren TV-Vertrags.

    Weitere Infos: https://www.sportschau.de/regional/ndr/ndr-frauenfussball-der-neidische-blick-nach-england-story100.html

    Jones: Keine Rückkehr „solange dieselben Männer dort sitzen“

    Die frühere Bundestrainerin Steffi Jones hat eine Rückkehr zum Fußball vorerst ausgeschlossen.

    Weitere Infos: https://www.sportschau.de/newsticker/dpa-jones-keine-rueckkehr-solange-dieselben-maenner-dort-sitzen-story100.html

    Deutscher Schwimm-Verband: Ein desolates Bild

    Während die deutschen Schwimmer derzeit versuchen, sich für Olympia in Tokio zu qualifizieren, bietet der Verband in der Außendarstellung ein desolates Bild. Ein Grund dafür sind die jüngsten Personalentscheidungen. Alles begann mit erneuten Vorwürfen sexualisierter Gewalt gegen den Bundestrainer Freiwasserschwimmen.

    Weitere Infos: https://www.deutschlandfunk.de/deutscher-schwimm-verband-ein-desolates-bild.1346.de.html?dram:article_id=495870

  • Equaletics x fairplaid: #FemaleFutureAthletes-Fördertopf

    Die 1. Runde des #FemaleFutureAthletes-Fördertopf ist vorbei. Wir ziehen Bilanz.

    Gemeinsam mit der Crowdfunding-Plattform fairplaid stellen wir den #FemaleFutureAthletes Fördertopf in Höhe von 30.000€, der jungen Frauen und Mädchen im Sport zu Gute kommen soll. Es sollen damit gezielt Projekte gefördert werden, die den Aufbau langfristiger und nachhaltiger Strukturen im weiblichen Nachwuchsbereich als Ziel haben. Der Fördertopf ist seit Januar diesen Jahres aktiv und wurde erst kürzlich mit weiteren 30.000€ aufgefüllt. Wir gehen in die 2. Runde!

    Was wir bisher erreichen konnten

    In den ersten 3 Monaten konnten 15 Projekte mit einer Fundingsumme von insgesamt knapp 82.000€ mit 1.505 Unterstützer*innen erfolgreich abgeschlossen werden. Die Sportarten reichten von Fußball, Rugby, Turnen, Radsport bis hin zum Reitsport, wobei besonders der Basketball stark vertreten war. Die Vereine, Mannschaften und Athletinnen haben sich mit den Crowdfunding-Projekten zum Ziel gesetzt, Rahmenbedingungen zur Ausübung ihres Sports zu verbessern, Nachwuchsabteilungen aufzubauen und vor allem in die Ausbildung und Qualifizierung von Trainer*innen zu investieren. 

    Beispielsweise verfolgten die beiden Berliner Basketball Vereine Türkiyemspor und BSC das Ziel, mehr Mädchen und junge Frauen für den Basketball zu begeistern und setzen ihre erreichten Fundingsummen vor allem für langfristige Trainings- und Organisationsstrukturen ein.

    Auch der Kölner Rugby Sport Verein e.V. möchte den weiblichen Nachwuchs für seinen Sport gewinnen und ermöglicht mit dem gesammelten Geld eine Ehrenamtspauschale für eine Trainer*instelle, die Maßnahmen zur gezielten Ansprache von Mädchen in Schulen und Jugendzentrum umsetzen soll.

    Was bei allen Projekten toll umgesetzt wurde, war die Ansprache der Unterstützer und Unterstützerinnen. Es wurde viel Werbung auch über die eigenen Vereinsmitglieder hinaus gemacht, die Presse wurde informiert und Social Media Kanäle mit tollen Aktionen und Ideen bespielt.

    Ausblick

    Mit der neuen Runde wollen wir weiterhin erfolgreich Projekte für U21 Athletinnen fördern und unterstützen. Zudem veranstalten wir am 20. April um 17 Uhr gemeinsam mit fairplaid ein Webinar für Projektstarter*innen und alle Interessierte, bei dem wir uns als Verein vorstellen und Tipps und Tricks für ein erfolgreiches Crowdfunding-Projekt vorstellen. Mit dabei sein wird der Kölner Rugby Sport Verein, der nochmal aus seiner Perspektive den Crowdfunding-Projektverlauf vorstellt. 

    Wir freuen uns auf viele weitere spannende Projekte in den nächsten Monaten! Vielleicht habt ja auch ihr eine Projektidee oder kennt Athletinnen, die von dem #FemaleFutureAthletes Fördertopf profitieren können? Sprecht uns an, wir freuen uns auf euch!

    Ihr wollt am Webinar teilnehmen? Dann hier entlang!

    Ihr wollt direkt ein Projekt starten oder euch beraten lassen? Dann klickt hier.