Für mehr Chancengerechtigkeit im Sport

Bis heute erhalten Frauen* und Mädchen* im Sport noch immer schlechteren Zugang zu Ressourcen, sowohl im Hinblick auf Hallenzeiten und Plätze als auch bei der Verteilung von Fördergeldern von Bund, Ländern und Kommunen, den Sendezeiten bei den öffentlich-rechtlichen Medienanstalten oder bei der Auswahl des Sportangebots und dem Finden geeigneter Trainer*innen.

Wir möchten erreichen, dass der Sport in Zukunft gerechter wird und der Zugang zum Sport erleichtet wird. Du auch? Dann werde Teil des Umbruchs!



Sven Grossmann

Rennfahrer

Ich bin für mehr Chancengleichheit, weil es in meiner Welt keinen Unterschied zwischen Mann und Frau geben sollte. Jede*r hat das Recht, das zu tun, worauf er oder sie Lust hat. Im Jahr 2020 hat sich das mittelalterliche Denken teilweise noch nicht geändert, aber wenn wir modern sein wollen, müssen wir an der Basis arbeiten, dass jede*r die gleichen Chancen hat.

Merle Stöcker

Managerin National League und Swiss League Operations bei Swiss Ice Hockey

Ich arbeite seit 12 Jahren in der Sportbranche und habe Benachteiligung von Frauen vom Amateurbereich bis hin zum nationalen Level im Sport (on and off the court) leider schon oft gesehen. Ausserdem sind diskriminierende Aussagen (Geschlecht, Herkunft, Sexualität, Behinderung) leider immer noch zu oft präsent. Beides muss dringend geändert werden!

Ralf Scherlinzky

Geschäftsführer WinWin-Sportmarketing Scherlinzky GmbH

Bis das Thema beim "Virtuellen Sportstammtisch" aufkam, hatte ich mir nie groß Gedanken darüber gemacht. Dafür war ich umso überraschter zu hören, dass sich die Ungleichbehandlung von Frauen* und Männern* fast überall quer durch den Sport zieht. Das darf im 21. Jahrhundert in Deutschland nicht mehr sein! Ich halte es für wichtig, dass sich nicht nur Frauen* engagieren und kann als Mann vielleicht an der einen oder anderen Stelle auch einen anderen Blickwinkel beisteuern.

Luise Fiedler

Studentin International Sport Development & Politics

Ich setze mich für Chancengleichheit im Sport ein weil es kein stichhaltiges Argument gibt warum Menschen aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft, ihrer Identität, etc. immer noch aus dem Sport ausgeschlossen sein sollten. Das Wahlrecht für Frauen oder die Entkriminalisierung von Homosexualität wurden nicht (nur) eingeführt weil es das Richtige ist, sondern weil Menschen sich dafür eingesetzt haben. Und weil es höchste Zeit für Verbesserungen im Sport wird setze ich mich dafür ein.

Martin Dirr

Landesliga-Damentrainer, Freibeuter 2010 e.V.

Ich bin schockiert, nachdem ich die strukturelle Diskriminierung, die sich wohl durch den gesamten Sport zieht, aus erster Hand festgestellt habe. Ich war tatsächlich lange Zeit blind auf dem Auge.

Antje Blumenhagen

Content Managerin Fem11

Der Sport gibt mir Selbstbewusstsein, lässt mich über meine eigenen Grenzen gehen und verbindet mich mit Menschen, die ich sonst nicht getroffen hätte. Diese Erfahrungen möchte ich teilen und weitergeben. Sport ist ein Menschenrecht, egal woher man kommt oder welche Sprache man spricht. Deshalb setze ich mich für Chancengerechtigkeit im Sport ein.

Was wir vorhaben

Um die Sportwelt nachhaltig zu Reformieren, muss noch nicht an einer, sonst gleich an mehreren Stellschrauben gedreht werden. Das wollen wir tun!

Wir schaffen Transparenz und klären auf


Der Bund teilte auf Anfrage mit, dass "Erhebungen, wie die einzelnen Geschlechter von der Sportförderung profitieren, nicht durchgeführt werden."

Auch unsere eigenen Recherchen haben gezeigt: Gefühlt werden Mädchen* und Frauen* im Sport benachteiligt, doch allzu oft fehlt es noch an wissenschaftlichen Belegen. Das wollen wir ändern, in dem wir Forschungsarbeit anstoßen bzw. teilweise selbst durchführen.

Wir stoßen systemischen Wandel an


Der organisierte Sport beharrt immer wieder auf seine Autonomie und das aus gutem Grund. Nichtsdestotrotz sollte auch der Sport sich an verbindliche Regelungen halten, z.B.wie öffentliche Fördergelder verwendet werden. Und auch die öffentlich-rechtlichen Medien sollten sich ihrer Verantwortung bewusst und ihr entsprechend gerecht werden.

Wir wollen die Politik auf Missstände aufmerksam machen, Petition starten und Handlungskonzepte erarbeiten, denn wahrer Wandel wird nicht alleine aus dem Sport selbst entstehen.

Wir packen selbst mit an



Gut Ding will Weile haben. Sowohl Forschungs- als auch politische Arbeit brauchen Zeit. Daher wollen wir gemeinsam mit anderen Initiativen auch Projekte initiieren, die (kurzfristig) helfen und so Ungleichheiten abmildern.

Dabei kommen ganz verschiedene Projekte in Frage: Angefangen von Fördertöpfen, über Bildungsworkshops bis hin zu Mentor*innenprogrammen ist alles denkbar.

Wie wir das alles schaffen? Mit Dir!

Bei einem Verein ist es wie mit dem Sport: Nur gemeinsam ist man stark! Damit wir unsere Ziele erreichen, brauchen wir daher tatkräftige Unterstützung.

Dabei gibt es gleich mehrere Möglichkeiten Equaletics zu unterstützen. Zum einen kann man ein ganz klassisches Mitglied werden, was den Vorteil mit sich bringt, dass man stimmberechtigt ist. Zum anderen besteht die Möglichkeit, den Verein durch eine monatliche Spende über Steady zu supporten. Und natürlich kann man selbst aktiv werden und sich an den verschiedenen Arbeitsgruppen beteiligen.

Egal, wofür du dich entscheidest: Deine Unterstützung macht den Unterschied - für uns und die gesamte Sportwelt.

Artikel

Häufige Fragen

Was ist unser Ziel?

Sport sollte für alle sein. Und mit "alle", meinen wir auch wirklich ALLE!. Es gibt bereits unzählige Organisationen, die sich für mehr Chancengerechtigkeit im Sport einsetzen und das ist auch gut so. In unseren Augen wird die Politik bisher allerdings zu wenig gechallengt. Doch ohne die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen und Gesetze, wird es nur schwerlich einen umfangreichen Wandel geben. Also höchste Zeit, dies zu ändern.

Warum ist das Thema wichtig?

Würden wir hier nur alle Gründe aufzählen, die uns allein spontan in den Sinn kommen, würde das bereits den Rahmen sprengen. Die einfachste Antwort ist jedoch: Weil Diskriminierung, egal in welcher Form, falsch ist und wir der festen Überzeugung sind, dass wir es als Gesellschaft besser können.

Wer sind wir?

Wie bereits die drei Musketiere zu sagen pflegten: Eine*r für alle und alle für eine*n. Das ist auch unser Credo. Von Sportstudierenden über erfolgreiche Firmengründer*innen, im Sport Aktive oder Zuschauer*in, Ehrenamtliche und Hauptamtliche - bei uns ist alles vertreten und zwar über die ganze DACH-Region verstreut. Was uns eint? Unsere Liebe zum Sport und das Bestreben nach mehr Chancengerechtigkeit!

Wer kann sich beteiligen?

Wenn es um das Thema Chancengleichheit geht, sind die wenigsten Fragen leicht beantwortbar, sonst wäre das Problem deutlich leichter zu lösen. Diese Frage lässt sich jedoch leicht beantworten: Jede*r kann sich beteiligen! Egal, ob als aktives Mitglied, als Spender*in, durch das Verbreiten unserer Message oder durch das Herstellen von Kontakten. Wir freuen uns über jede Unterstützung! Werde Teil der Equaletics-Familie! Alle Möglichkeiten wie du helfen kannst, gibt es hier.

Chancengerechtigkeit vs. Chancengleichheit

Über diese Frage haben wir uns lange den Kopf zerbrochen und es gibt gute Gründe, die für den einen oder den anderen Begriff sprechen. Nach langem Überlegen haben wir uns entschlossen, überwiegend den Begriff Chancengerechtigkeit zu verwenden, denn in unseren Augen sind gleiche Chancen nicht immer gerechte Chancen. Mehr Hintergründe, was uns zu unserer Entscheidung bewegt hat, gibt es hier.